Leider haben sie, trotz Warnungen, noch immer Erfolg: Trickbetrüger, die sich telefonisch an ältere Menschen heranmachen. Besonders dreist: In letzter Zeit häufen sich laut Polizei Anrufe, bei denen sich die Gauner als Polizisten ausgeben und dabei versuchen, sich das Vertrauen gutgläubiger Menschen zu erschleichen.
Die Telefon-Gangster haben es vermehrt auf Senioren abgesehen! "Die Betrüger suchen in einem Telefonverzeichnis im Internet systematisch nach Personen mit Vornamen, bei denen sie ein höheres Alter vermuten", heißt es von Seiten der "echten" Polizei. Rhetorisch gut geschult geben die Kriminellen dann meist vor, gegen eine internationale Tätergruppe zu ermitteln und es Hinweise gäbe, dass der oder die Angerufene Ziel eines Verbrechens sein würde. Durch technische Tricks schaffen es die Gauner auch immer wieder, dass auf dem Telefondisplay des Zufallopfers eine richtige Nummer der Polizei aufscheint.
Sensible Daten in Gefahr
"Die Täter versuchen ihren Opfern sensible Daten wie Bankverbindungen, Kontostände, Sparguthaben sowie Schließfächer zu entlocken. Oder es wird versucht, die Angerufenen zur Herausgabe von Wertsachen zu bewegen", weiß man beim Landeskriminalamt. Gelingt der Trick, werden Mittäter losgeschickt, um die Beute direkt beim Opfer oder bei einem zuvor vereinbarten Versteck abzuholen. Um die "Ermittlungen nicht zu gefährden" wird Stillschweigen vereinbart.
Bei Dienststelle anrufen
Doch wie kann man Betrüger von "echten" Polizisten unterscheiden? "Die Polizei wird niemals jemand telefonisch auffordern, Geld von seinem Konto abzuheben, zu überweisen oder Schmuck herauszugeben", erklären die Kriminalisten. Außerdem empfiehlt die Polizei, niemals telefonisch vertrauliche Informationen - vor allem persönliche und finanzielle Verhältnisse - an Unbekannte weiterzugeben, auch wenn diese behaupten, etwa von der Polizei oder der Staatsanwaltschaft zu sein. Auch der am Display angezeigten Nummer solle man nicht vertrauen. Lassen Sie sich, falls Sie Zweifel haben, Namen und Dienststelle geben, suchen Sie die Nummer der Dienststelle selbst im Internet heraus und rufen Sie dort an. Verdächtige Wahrnehmungen sollte man sofort per Notruf 133 melden.
Samuel Thurner, Kronen Zeitung
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.