Bombe vor Moschee
57 Tote bei Anschlägen und Attentaten im Irak
Erst am Dienstag hatte eine Autobombe in der Innenstadt von Bagdad 70 Tagelöhner in den Tod gerissen, mehr als 200 Menschen wurden nach jüngsten Angaben des Innenministeriums verletzt.
Mindestens zehn Zivilisten kamen am Mittwoch ums Leben, als vor einer Moschee in der von Schiiten bewohnten Ortschaft Al-Kamalija östlich von Bagdad eine Autobombe explodierte. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, 25 Menschen seien verletzt worden. Nach Angaben der US-Armee explodierte kurz darauf vor einer sunnitischen Moschee in dem gleichen Viertel eine zweite Bombe. Informationen über Opfer lagen nicht vor.
In der Nähe von Kirkuk im Norden sprengten sich gleichzeitig zwei Selbstmordattentäter in ihren Lastwagen vor dem Quartier einer Polizeitruppe in die Luft, die zur Bewachung der Ölindustrie abgestellt ist. Die Attentäter rissen neun Polizisten mit in den Tod. 13 weitere Beamte wurden nach Angaben der Polizei in Kirkuk verletzt. Einige Einheiten der Wachtruppen für die Ölindustrie stehen im Verdacht, mit Milizen zu kooperieren.
Zwei Autobomben-Anschläge in Bagdad
In Neu-Bagdad starben fünf Menschen, als zwei Autobomben explodierten. Im sunnitischen Al-Madain südlich von Bagdad wurden neun Mitglieder einer Familie bei einem Überfall auf ihr Haus getötet. Bei weiteren Gewalttaten in Bagdad starben zwei Menschen.
Die "New York Times" (Mittwoch) berichtete, Saudi-Arabien habe den USA gedroht, dass Riad die irakischen Sunniten finanziell unterstützen könnte, sollte nach einem Abzug der amerikanischen Truppen im Nachbarland ein Bürgerkrieg ausbrechen. Das Blatt schrieb unter Berufung auf arabische und amerikanische Diplomaten, dies habe König Abdullah US-Vizepräsident Richard Cheney bei dessen Besuch in Riad vor rund zwei Wochen mitgeteilt. Saudi-Arabien befürchtet, dass die sunnitische Minderheit von der schiitischen Mehrheit im Irak "abgeschlachtet" werden könnte. In Saudi-Arabien ist der Wahabismus Staatsreligion, eine puritanisch-konservative Strömung des sunnitischen Islam.
Die US-Armee berichtete am Mittwoch, drei amerikanische Soldaten seien am Montag in der westirakischen Anbar-Provinz von Aufständischen getötet worden. Zwei weitere Soldaten seien am gleichen Tag in Anbar und in der südirakischen Stadt Diwanija gestorben.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.