13.12.2006 22:28 |

Gewaltiger Crash

Zwei Tote bei Güterzug- Zusammenstoß in Italien

Beim Zusammenstoß zweier Güterzüge auf der Brennerbahn im Trentino sind am Mittwoch zwei Personen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich auf der Strecke Trient-Verona, berichtete die Polizei. Bei den Opfern handelt es sich um die beiden Lokführer. Die Brennerbahnlinie wurde gesperrt. Die italienische Bahn macht menschliches Versagen für den Zusammenprall verantwortlich.

Ein Güterzug sei gegen einen anderen Zug geprallt, der wegen einer roten Ampel stehen geblieben war, vermutet die Polizei. Einer der beiden Lokführer soll ein Haltesignal ignoriert haben. Zeugen berichteten von einem gewaltigen Zusammenstoß. Teile der beiden Garnituren wurden weit verstreut gefunden. Die Rettungsmannschaften waren an Ort und Stelle, um die Züge von den Schienen zu entfernen.

Verspätungen im Reiseverkehr
Die Brennerbahnlinie musste gesperrt werden, trotz Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs auf den Verbindungen Verona-Bozen und Verona-Trient kam es zu erheblichen Verspätungen. Wegen des Unfalls wurden 200 Meter Schienen und deren elektrische Verbindungen zerstört. Die italienischen Bahnen schließen nicht aus, dass die Bahnlinie einige Tage gesperrt bleibt.

Bahnstrecke noch 48 Stunden gesperrt
Mit bis zu drei Stunden Verspätung müssen Reisende der Strecke München-Innsbruck-Italien rechnen. Die Strecke bleibe noch mindestens 48 Stunden gesperrt, erklärte ein ÖBB-Sprecher zur APA. Insgesamt seien 14 Züge betroffen. Einzelne werden großräumig von München über Salzburg nach Villach und Tarvis umgeleitet, wodurch sich eine Verlängerung der Reisezeit von bis zu 180 Minuten eingerechnet werden müssten. Andere fahren von München bis zum Bahnhof Bozen, wo Busse auf die Reisenden warten.