Mo, 22. Oktober 2018

Drama in den USA

14.09.2017 17:39

Schüler wollte Amokläufer aufhalten - erschossen

Schreckliche Szenen haben sich am Mittwoch an einer Schule im US-Bundesstaat Washington abgespielt: Ein Schüler eröffnete im Gebäude das Feuer, ein anderer - der Medienberichten zufolge den Täter aufhalten wollte - wurde dabei getötet. Drei Mädchen wurden mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter konnte überwältigt und festgenommen werden. Zu dem Motiven des Schützen sagte Sheriff Knezovich, die Tat sei anscheinend durch Mobbing-Vorgänge ausgelöst worden.

Zu den Schüssen war es gegen 10.30 Uhr in der Freeman Highschool nahe Spokane gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag bestätigte, handelt es sich bei dem Täter um einen Schüler der Einrichtung. Der junge Mann befand sich im zweiten Stock des Gebäudes, als er in einem Gang vor dem Biologiesaal plötzlich eine Waffe zog und auf seine Mitschüler schoss.

Schüler in den Kopf geschossen
Als die Waffe blockierte, zog der Täter eine weitere. In diesem Moment soll einer der Schüler versucht haben, den Bewaffneten zu beruhigen und von seinem Vorhaben abzubringen. Doch der junge Mann drückte ab und schoss seinem Gegenüber in den Kopf. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät. Drei Mädchen wurden im Zuge der Schießerei verletzt. Sie wurden ins Spital gebracht, laut den Ärzten befinden sie sich außer Lebensgefahr.

Die 14-jährige Elisa Vigil berichtete dem "Spokesman-Review", sie habe sich am Gang geduckt, nachdem die Schießerei begonnen habe. Der Schütze sei mit einer Pistole herumgelaufen: "Sein Gesicht war völlig ausdruckslos." Ein Mädchen, das von einer Kugel in den Rücken getroffen worden sei, habe um Hilfe geschrien. Sie habe auch einen Burschen gesehen, der von einer Kugel in den Kopf getroffen worden sei, sagte Vigil.

15-Jähriger kündigte Tat indirekt an
Polizisten konnten den Täter schließlich überwältigen. Er wurde verhaftet, laut Medienberichten handelt es sich um den 15 Jahre alten Caleb Sharpe. Ein Freund des Festgenommenen sagte gegenüber dem "Spokesman-Review", der Täter habe Freunden gegenüber angekündigt, "etwas Dummes" zu planen. Die Freunde hätten das umgehend einem Berater an der Schule gemeldet. Ob dieser daraufhin etwas unternommen hat, ist bislang nicht bekannt.

Immer wieder Schießereien in US-Schulen
Schießereien kommen an US-Schulen immer wieder vor. Vor einem Jahr schoss ein Teenager, der zuvor zu Hause den eigenen Vater getötet haben soll, an einer Volksschule im Südstaat South Carolina um sich. Zwei Schüler und ein Lehrer wurden von Kugeln getroffen, einer der Buben erlag später seinen Verletzungen.

Laut der Website "Gun Violence" gab es heuer bereits mehr als 250 größere Schießereien in den USA. Als eine solche Schießerei definiert wird ein Vorfall, bei dem mindestens vier Menschen von Kugeln getroffen werden.

Charlotte Sequard-Base
Charlotte Sequard-Base

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