Auch Portugal „Opfer“

Afrikaner ärgern bei ihrer Rekord-WM die „Großen“

Brasilien, Spanien und nun auch Portugal! Beim 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo ließ die nächste namhafte Fußball-Nation gegen eine der Mannschaften aus Afrika Federn, welche bei der WM so zahlreich wie noch nie vertreten sind – und sportlich am Vormarsch. 

„Es erfüllt uns mit großem Stolz, den ersten Punkt und das erste Tor der Demokratischen Republik Kongo bei einer WM geholt zu haben. Die Spieler haben unglaublichen Einsatz und große Selbstlosigkeit gezeigt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat den Kongo äußerst positive vertreten. Das ganze Land hat sich diesen Moment verdient“, strahlte mit Sebasiten Desabre der Trainer der DR Kongo. „Wir haben Mut und Widerstandskraft gezeigt“, war Stürmer Yoane Wissa nicht minder happy, zumal man dem haushohen Favoriten Portugal ein 1:1 abtrotzen und die Fans jubeln lassen konnte. 

Viele Fans aus Afrika – wie hier jene der DR Kongo – durften bereits jubeln.
Viele Fans aus Afrika – wie hier jene der DR Kongo – durften bereits jubeln.(Bild: GEPA)

Kap Verde sorgte weltweit für Aufsehen
Womit das nächste afrikanische Team einen „Großen“ geärgert und einen Punkt erobert hatte. Wie es zuvor Kap Verde gegen WM-Mitfavorit Spanien beim 0:0 gelungen war!  Die Zeitung Expresso das Ilhas feierte dies so: „Torhüter Vozinha errichtet eine Mauer und Kap Verde erkämpft sich ein historisches Unentschieden.“ Der mit 500.000 Einwohnern drittkleinste WM-Teilnehmer erregte mit dem Punktgewinn gegen die Nummer 3 der Weltrangliste weltweit Aufmerksamkeit.  

Spanien kam gegen Kap Verde über ein 0:0 nicht hinaus.
Spanien kam gegen Kap Verde über ein 0:0 nicht hinaus.(Bild: GEPA)

Ancelotti lobte Marokko
Während Brasiliens Star-Trainer Carlo Ancelotti nach einem 1:1-Remis gegen ein Team aus Afrika anerkannte: „Ich hatte mir einen besseren Start erhofft. Marokko ist eine gute Mannschaft. In der ersten Halbzeit hatten wir Mühe, uns aus dem Druck zu befreien.“ Bereits 2022 hatte Marokko geglänzt und Historisches erreicht,  als man als erstes Team vom afikanischen Kontinent in ein WM-Halbfinale eingezogen war, in dem gegen Frankreich das Aus kam.

Marokko (hier Saibari) jubelte über ein 1:1 gegen Brasilien
Marokko (hier Saibari) jubelte über ein 1:1 gegen Brasilien(Bild: GEPA)

Doppelt so viele Teams aus Afrika wie 2022
Auch die WM 2026 ist für Afrika bereits historisch: Noch nie hatten zehn afrikanische Länder, von denen viele durch eine kompakte Defensive den Weg zum Erfolg suchen und finden, an einer WM teilgenommen. 2022 waren es fünf gewesen, nun sind es zehn. Von denen Südafrika (0:2 gegen Mexico), Tunesien (1:5 gegen Schweden),  der Senegal (1:3 gegen Frankreich) und Algerien (0:3 gegen Argentinien) bei ihren Auftaktspielen nicht anschreiben konnten, Ägypten beim 1:1 gegen Belgien sehr wohl.

Bejubelten einen 1:0-Sieg über Ecuador: die Spieler der Elfenbeinküste
Bejubelten einen 1:0-Sieg über Ecuador: die Spieler der Elfenbeinküste(Bild: GEPA)

„Wollen Weltmeister werden“
Und die Elfenbeinküste holte beim 1:0-Erfolg über Ecuador sogar drei Zähler. Diesen werden bei der WM sicher weitere für die körperlich starken afrikanischen Teams folgen, die unbestreitbar am Vormarsch sind. Auch die eigenen Ansprüche steigen. Marokko-Trainer Mohamed Ouahbi kündigte bereits vor Start der Weltmeisterschaft an: „Wir wollen nicht bis zur WM 2030 warten, um Weltmeister zu werden. Wir werden es es 2026 versuchen.“

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