"Suffolk-Ripper"
Kriminologen warnen vor neuen Morden
Drei der Frauenleichen waren in den vergangenen Tagen entdeckt worden. Am Dienstag machten Spaziergänger die Fahnder auf eine weitere Frauenleiche aufmerksam, die wenige Meter vom Straßenrand entfernt nackt in einem Gebüsch lag. Kurz darauf entdeckten Polizisten von einem Hubschrauber aus die fünfte Leiche.
Bei den beiden zuletzt gefundenen Toten handelt es sich laut Polizeiangaben mit größter Wahrscheinlichkeit um zwei seit mehreren Tagen vermisste Prostituierte. Damit hätten alle fünf Frauen, die zwischen 19 und 29 Jahren alt waren, im Rotlichtviertel von Ipswich gearbeitet.
Ihre Leichen wurden seit Anfang des Monats in einem Umkreis von 15 Kilometern gefunden. Die Frauen waren nackt. Die Polizei rief den - oder die - Täter auf, sich zu stellen. Experten begannen damit, ein Profil eines möglichen Täters zu erstellen. Nach Presseberichten handelt es sich vermutlich um einen Mann weißer Hautfarbe zwischen 25 und 50 Jahren, der sich in der Region gut auskennt.
"Bleiben Sie von der Straße weg"
Aus Sorge vor einem neuen Mord erhöhte die Polizei in Ipswich und Umgebung ihre Sicherheitsvorkehrungen. Chefermittler Stewart Gull empfahl, dort in der Dunkelheit nicht mehr allein auf die Straße zu gehen. Insbesondere an die Prostituierten appellierte Gull: "Bleiben Sie von der Straße weg, bleiben Sie zu Hause."
Vergleiche mit "Jack the Ripper"
"Jack the Ripper" versetzte 1888 den Osten Londons in Angst und wurde für den Tod von fünf Prostituierten verantwortlich gemacht. Allerdings konnte ihn die Polizei nie ausfindig machen. Der schlimmste Serienmörder Großbritanniens war der so genannte "Yorkshire Ripper", der in Nordengland zwischen 1975 und 1980 insgesamt 13 Frauen tötete, bevor er gefasst wurde. Auch seine Opfer waren überwiegend Prostituierte.
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