Brisantes Meeting

Holocaust-Konferenz in Teheran eröffnet

Ausland
11.12.2006 09:14
In Teheran ist am Montag eine zweitägige "Holocaust-Konferenz" vom iranischen Außenminister Manouchehr Mottaki eröffnet worden. Das Regime im Iran behauptet, über diese Konferenz das wahre Ausmaß des Judenmordes während des Nationalsozialismus erkunden zu wollen. An der Konferenz nehmen mehr als 60 ausländische Gäste aus 30 Ländern teil. Aus dem Westen hagelte es Kritik an dem Treffen.

Die USA hatten die Veranstaltung im Vorfeld verurteilt. Bei diesem Treffen stünden Leute im Mittelpunkt, die den Holocaust leugneten, sagte US-Außenamtssprecher McCormack am Freitag in Washington.

Zuvor hatte auch die deutsche Regierung die Konferenz scharf kritisiert und den Geschäftsträger der iranischen Botschaft in Berlin ins Außenministerium einbestellt. Der Iran behauptet hingegen beteuert, dass es sich bei den Konferenzteilnehmern nur um Wissenschaftler und Meinungsforscher, nicht jedoch um Neo-Nazis handelte.

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