Fr, 20. Juli 2018

Rast auf Florida zu

06.09.2017 06:50

Das ist das Auge von Rekord-Hurrikan "Irma"

Es ist einer der stärksten Tropenstürme, der je in der Region registriert wurde: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Kilometern pro Stunde zieht Hurrikan "Irma" über die Kleinen Antillen im Südosten der Karibik und könnte im Anschluss auch Florida treffen. Die Menschen in den Regionen bereiten sich auf das Schlimmste vor.

Der Hurrikan der höchsten Stufe fünf könnte katastrophale Schäden anrichten, warnte das Nationale Hurrikanzentrum in den USA am Dienstag. Es sei mit über drei Meter hohen Wellen, starkem Regen sowie Erdrutschen zu rechnen.

Der Sturm wurde in der Nacht auf Mittwoch in Antigua und Barbuda erwartet. Direkt nach dem Durchzug des Hurrikans sollten Hilfslieferungen auf den Inseln eintreffen. In Venezuela und Miami würden jeweils zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern auf Abruf bereitstehen, sagte der Premierminister von Antigua und Barbuda, Gaston Browne, der Zeitung "The Daily Observer".

Küstenregionen in Puerto Rico evakuiert
Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rossello Nevares rief den Notstand aus und aktivierte die Nationalgarde. "Ein so gefährliches Wetterphänomen hat Puerto Rico noch nie gesehen", sagte der Regierungschef. Die Küstenregionen wurden evakuiert. Die Behörden richteten 456 Notunterkünfte mit Kapazitäten für mehr als 63.000 Menschen ein.

Es gab Hurrikanwarnungen für Antigua und Barbuda, Anguilla, Montserrat, St. Kitts und Nevis, die niederländischen Inseln Saba, Sint Eustatius, Sint Maarten, die französischen Überseegebiete Saint-Martin und Saint-Barthelemy, die Britischen Jungferninseln, die US-Jungferninseln, Teile Puerto Ricos und der Dominikanischen Republik.

Einer der stärksten je registrierten Stürme in der Region
"Irma" ist einer der stärksten jemals registrierten Tropenstürme in der Region. Vergleichbare Windgeschwindigkeiten wurden bisher nur bei Hurrikan "Wilma" 2005 und Hurrikan "Allen" 1980 gemessen, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete.

"Lage ist für alle sehr gefährlich"
Das französische Innenministerium forderte die Küstenbewohner der Überseegebiete Saint-Martin und Saint-Barthelemy auf, ihre Häuser zu sichern und die Gefahrenzone zu verlassen. "Die Lage ist für alle sehr gefährlich", hieß es in der Mitteilung. "Sicherheit und Solidarität haben Vorrang, die nächsten 48 Stunden werden sehr schwer."

Die niederländische Regierung schickte rund 100 Soldaten auf die bedrohten Karibikinseln Sint Maarten, Sint Eustatius und Saba. Zudem seien zwei Marineschiffe mit weiteren Soldaten und Hilfsgütern in der Region, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Warnung für Urlauber
Auf seinem Zug könnte der Sturm auch die Dominikanische Republik, Haiti, Kuba und die Bahamas bedrohen. Urlauber müssten mit starkem Regen und Wind rechnen, in deren Folge es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen kann, teilte das Auswärtige Amt in Wien in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für mehrere Karibikstaaten hin.

Touristen wurden aufgefordert, die Südwestspitze Floridas einschließlich der Inselkette Florida Keys zu verlassen. Nach Angaben der US-Behörden sollte die Abreise für Besucher von Mittwochmorgen an  verpflichtend werden. Später sollten auch Einwohner zum Verlassen des Gebietes aufgefordert werden. "Wenn es jemals in den Keys einen ernst zu nehmenden Sturm gegeben haben sollte, dann diesen", sagte Martin Senterfitt vom Katastrophenschutz des Bezirks Monroe County am Dienstag. "Je eher die Leute gehen, desto besser."

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