„Wir wollen die Gunst der Stunde nutzen. Jetzt ist die Chance höher denn je, gehört zu werden. Denn eine unserer zentralen Forderungen, die Abschaffung der Studiengebühren, war ein Wahlversprechen, das wir nun einfordern. Deshalb hoffen wir auf möglichst viele Stimmen, mindestens ein paar Hundert“, sagt Stefan Etzelstorfer, Vorsitzender der IKS. Gestartet ist die Aktion sehr gut, die Studenten tummelten sich schon in den ersten Stunden zahlreich vor den Infotischen. Es sind insgesamt fünf Forderungen, die auf dem Zettel stehen. Unter anderem, dass es in jedem Kurs eine Nachklausur geben soll, was bisher nur bei etwa der Hälfte der Lehrveranstaltungen der Fall war: „Deshalb hab´ ich unterschrieben. Viele Professoren bauen einfach ,interaktive Elemente´ in einen Kurs ein, dann müssen sie nur eine Klausur anbieten. Das finde ich nicht fair, man sollte mehrere Chancen haben“, erklärt die Sozialwirtschafts-Studentin Waltraud Haslinger.
Um die Frauen macht sich Soziologie-Student Paul Gould Sorgen: „Der Frauenanteil ist zu gering. Da müssen Lösungen her. Die Abschaffung der Studiengebühren ist dabei ein wichtiger Schritt, denn auch sie benachteiligen die Frauen stärker.“ Die Unterschriftenstapel werden Mitte Jänner an die Lehrenden übergeben, und vielleicht erreichen die Sorgen von Oberösterreichs Studenten ja auch einmal die Politiker.
Foto: Jasmin Gaderer
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