„Wir sichern Schritt für Schritt Beweise - sowohl belastendes als auch entlastendes Material, um im Falle eines Prozesses nicht von der Verteidigung überrannt zu werden“, so Oberst Werner Buchegger vom LKA. Gespannt wartet man vor allem auf das graphologische Gutachten: Denn der bosnische Schachmeister und Asylwerber Nedzad Jakubovic, der am 28. November beim Holzöstersee erstochen aufgefunden worden war, hat einen Abschiedsbrief, den er in Händen hielt, mit Sicherheit nicht selbst geschrieben. Deshalb wurden nun Schriftproben des verdächtigen Fleischers Elfad N. aus Ostermiething erstellt, die im Bundeskriminalamt mikroskopisch genau mit der Schrift am Abschiedsbrief verglichen werden. Ein Ergebnis wird Anfang nächster Woche erwartet.
Aber auch der VW Golf des Verdächtigen und Spuren am Tatort werden derzeit genau verglichen. Den bosnischen Flüchtling, für den die Unschuldsvermutung gilt, belastet vor allem ein mögliches Motiv: Er hatte sich beim Hausbauen hoch verschuldet - und seinen Freund Nedzad Jakubovic vor vier Monaten gedrängt, zu seinen Gunsten Lebensversicherungen in Höhe von 380.000 Euro abzuschließen.
Foto: Manfred Fesl
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