Scherz mit Folgen
“Schock-Kaugummi”: Lehrerin landet im Spital
Ausland
07.12.2006 11:01
Ein böses Ende hatte der Streich einer Zwölfjährigen in einer Schule in Duisburg. Das Mädchen hatte seiner Lehrerin einen so genannten „Schock-Kaugummi“ angeboten. Als die 53-Jährige arglos zugriff und das Silberpapier des Kaugummis berührte, erhielt die Frau einen Stromschlag und brach zusammen. Der Pädagogin geht es mittlerweile besser, sie liegt aber noch immer mit Herzproblemen im Krankenhaus.
Was die Schülerin nicht wusste: Ihre Lehrerin leidet an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße. Das Mädchen, bei dem nach dem missglückten Scherz die Tränen flossen, hatte den „Schock-Kaugummi“ nach eigenen Angaben in einem Kiosk gekauft. Die Behörden haben darauf sämtliche Scherzartikel in dem Geschäft konfisziert.
Schon im Mai habe das Institut für gesundheitlichen Verbraucherschutz den "Schock-Kaugummi" aus dem Verkehr gezogen. Wer an dem halb ausgezogenen Kaugummistreifen der Attrappe ziehe, erhalte einen Stromschlag, der nicht verletzen, sondern nur erschrecken solle. Tatsächlich aber könne der Stromstoß beispielsweise zu vorübergehenden Lähmungserscheinungen im Unterarm führen.
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