„Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir natürlich noch keine Einzelheiten sagen, aber der verhaftete Verdächtige wird von Indizien belastet“, meinte LKA-Chef Rudolf Keplinger vorsichtig. Dabei hatte sich der Mörder des bosnischen Schachmeisters Nedzad Jakubovic alle Mühe gemacht, keine Spuren zu hinterlassen. Nicht einmal auf der Tatwaffe fanden sich irgendwelche Fingerabdrücke, sodass ein Selbstmord nun ausgeschlossen werden musste.
Der verhaftete Verdächtige, der Fleischer Elfad N., hatte das spätere Mordopfer vor vier Monaten zum Abschluss einer Lebensversicherung über 380.000 Euro überredet. Begünstigter: der durch Hausbau schwer verschuldete Elfad N., der dadurch ein Motiv hätte - doch auf Vorhalt stammelt er nur: „Ich kann mir das nicht erklären - er war ein guter Freund.“ Ebenfalls auf schwachen Beinen steht sein Alibi, dass er zur mutmaßlichen Mordzeit in der Nacht zum 28. November nicht einmal in der Nähe von Franking, sondern zu Hause war - was seine Frau bestätigt. Doch am Tatort neben einem Parkplatz beim Wanderweg Holzöstersee wurden angeblich Spuren sichergestellt, die beweisen, dass der Verdächtige - für den die Unschuldsvermutung gilt - zumindest dort war.
„Der Tatverdächtige bleibt vorerst in Haft, weiteres Beweismaterial wird gesichtet“, erklärte Sicherheitsdirektor Alois Lißl.
Foto: Schachclub Schwarzach
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