Di, 21. August 2018

In der Wolfsklamm

17.08.2017 16:23

Wanderin von Felsbrocken am Kopf schwer verletzt

Die Felsen in Tirol bewegen sich munter weiter. Am Mittwoch löste sich in der Wolfsklamm bei Stans ein Felsbrocken und traf eine Wanderin (35) auf dem Kopf. Und auch auf die Lechtalstraße stürzte Geröll herunter, sie bleibt bis Freitag Abend gesperrt.

"Die Steinschlag-Gefahr lauert tagtäglich" - mit dieser Aussage in einem Interview im Juli behielt Landesgeologe Gunther Heißel recht. Nun traf es eine 35-Jährige. Mit ihrem Lebensgefährten (39) und ihrem Sohn (7) unternahm sie einen Wanderung von Stans über die Wolfsklamm in Richtung Wallfahrtskirche.

Rund 30 Zentimeter großer Felsbrocken

Auf der Höhe des Wasserfalles, rund 75 Meter unterhalb der letzten Aussichtsplattform, passierte dann das Unglück: Aus noch unbekannter Ursache löste sich plötzlich ein rund 30 Zentimeter großer Felsbrocken und stürzte aus 100 Metern zu Tal. Der Brocken traf die Tirolerin direkt an der linken Kopfhälfte. Sie erlitt dabei schwere Verletzungen, doch sie war ansprechbar.

"Die Patientin ist stabil"

Ihr Lebensgefährte - der, wie auch der Sohn, unverletzt blieb - alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Die Frau aus dem Bezirk Innsbruck Land wurde kurz darauf von Mitgliedern der Bergrettung Schwaz sowie der Freiwilligen Feuerwehr Stans aus der Schlucht getragen und in die Uniklinik Innsbruck eingeliefert. "Die Patientin ist stabil und befindet sich auf der Normalstation. Das ist ein gutes Zeichen", informiert Sprecherin Cornelia Seiwald.

Felssturz auch auf Lechtalstraße

Auch auf der Lechtalstraße sorgte am Mittwoch um 16.15 Uhr ein Felssturz für Probleme - und zwar auf der Verbindung Steeg-Warth. "Zwischen 40 und 50 Kubikmeter Felsmaterial stürzte herunter. Und das Problem ist, dass bei der Abbruchstelle noch viel Geröll liegt", erklärt Landesgeologe Thomas Figl. Eine Fachfirma ist heute mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Straße müsse immer wieder komplett gesperrt werden. "Wenn alles gut verläuft, können wir sie aber am Abend wieder freigeben", hofft Figl.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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