400 Beschwerden

Ärger bei Pensionsvorsorgen!

Oberösterreich
05.12.2006 19:39
„Rund 400 Oberösterreicher beschwerten sich in diesem Jahr über finanzielle Verluste bei Pensionsvorsorgen und Lebensversicherungen“, so Arbeiterkammer-Expertin Ulrike Weiß. „Das Problem bei diesen Verträgen ist die oft mangelnde Ausbildung der zuständigen Berater und die Unwissenheit der Konsumenten“, kritisiert Georg Rathwallner, Leiter der AK-Konsumenteninformation.

„Wichtig ist, dass sich die Bürger vor Abschluss eines Vorsorgeplans ausführlich über den Vertragsinhalt informieren sollten“, rät auch Arbeiterkammer-Präsident Johann Kalliauer. „Hunderte Oberösterreicher rufen jedes Jahr bei uns an, um sich rechtlich über nicht ausbezahlte Gewinnbeteiligungen, anfallende Vorsorgespesen und kostenpflichtige Vertragsauflösungen zu informieren“, erklärt Georg Rathwallner die derzeitige Beschwerdeflut. 

Oft sind die tatsächlich ausbezahlten Lebensversicherungen für die Konsumenten schockierend gering: „Viele Versicherungen locken mit Gewinnbeteiligungen - allerdings fallen diese meist sehr gering aus, und das enttäuscht die Kunden“, kritisiert Kalliauer.  Der AK-Präsident rät daher zum Vergleich verschiedener Angebote: „Problematisch ist, dass die Versicherungsberater oft nicht gründlich ausgebildet sind und der Kunde den vorgelegten Vertrag viel zu schnell unterschreibt, ohne ihn genau durchzulesen.“ Es sind auch nicht alle Sparformen für jeden geeignet: „Für junge Menschen eignen sich Sparbücher, Bundesschatzscheine und Bausparer besser, hier ist man keine 30 Jahre gebunden.“ Auch Rathwallner warnt vor schnellen Vorsorgeabschlüssen: „Kündigt man nach einem Jahr Laufzeit die Lebensversicherung, bekommt man keinen Cent.“

 

 

 

Foto: Chris Koller

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