16.08.2017 17:47 |

Preiserhöhung droht

Ernteausfälle in Südafrika: Werden Orangen teurer?

Wegen Lieferengpässen beim wichtigen Orangen-Produzenten Südafrika drohen den Verbrauchern in Europa Preiserhöhungen für die populäre Saisonfrucht. Südafrika, das als weltweit drittgrößter Orangen-Exporteur gilt, hat vor allem wegen ungünstiger Wetterbedingungen in mehreren Teilen des Landes zwischen 30 und 50 Prozent Ernteeinbußen erlitten.

"Wir erleben aktuell eines der schlimmsten Jahre seit Bestehen unseres Unternehmens", sagte Snyman Kritzinger von der Genossenschaft Grown4u in der Ostkap-Provinz. Er schließt angesichts des knappen Angebots Preissteigerungen nicht aus. Ursache für die Ernteeinbußen waren ungünstige Wetterbedingungen in Kombination mit extrem heißen Tagen, die die Früchte mit aufgeplatzter Schale vom Baum fallen ließ.

"Zuletzt hatten wir so ein Phänomen 1939", sagt Hannes De Waal von der Groß-Kooperative SRCC im Sundays River Valley, die jährlich drei Millionen 15-Kilo-Kisten Orangen in die EU und andere Märkte verschifft. Verbrauchern drohen Preiserhöhungen vor allem für Bio-Orangen.

Ohne Regen drohen weitere Ausfälle
In der Westkap-Provinz rund um Kapstadt klagen die Obstbauern über extreme Trockenheit. Fällt in den nächsten Monaten kein ergiebiger Regen, drohen weitere Ausfälle. "Wir hatten sehr trockene Wetterbedingungen zu Beginn der Ernte", sagt Paul Hartmann vom südafrikanischen Verband der Zitrusfrüchte-Anbauer. Es habe aber Zuwächse bei der Menge der in guter Qualität geernteten Zitronen und Grapefruit-Früchte gegeben.

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