Di, 16. Oktober 2018

AK schaltet sich ein

31.07.2017 15:23

Teures Nachspiel für ehemalige Buwog-Mieter

Unangenehme Post flattert dieser Tage Mietern der ehemaligen Buwog-Wohnungen ins Haus. Darin werden zum Teil Tausende Euro Nachforderungen gestellt. Auch das Nutzungsentgelt wird erhöht. Immer mehr Mieter melden sich bei der Arbeiterkammer. Die bewertet zumindest einen Teil der Forderungen als unzulässig.

Mehr als 1100 Wohnungen - davon rund 770 in Innsbruck - vermietete die Buwog über Jahre in Tirol. Die ehemalige Wohnungsgesellschaft für Bundesbedienstete wurde 2004 unter dem damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser privatisiert. Im Vorjahr kaufte die "JP Tirol GmbH & Co. KG" die Wohnungen. Hinter JP stehen internationale Investoren.

"Dieses Konsortium ist offenbar darauf angewiesen, auf dem Rücken der Mieter schnelle Kasse zu machen", interpretiert AK-Präsident Erwin Zangerl die aktuelle Entwicklung. Bis zu 5000 € sollen Mieter nachzahlen müssen. Es handelt sich laut AK um die Differenzsumme zwischen bezahlter Miete und dem jeweils geltenden gesetzlichen Höchstmietzins, rückwirkend für drei Jahre. Zudem lässt die Vermieterin ausrichten, dass das Nutzungsentgelt mit 1. August erhöht werde.

U-Ausschuss gefordert

Die AK rät, der rückwirkenden Geltendmachung schriftlich zu widersprechen und Zahlungen nur unter Vorbehalt einer Rückforderung zu tätigen. Das gelte insbesondere für Zahlungen betreffend Mietvorschreibung. Vom Landtag fordert Zangerl einen Untersuchungsausschuss zum Verkauf der Buwog-Wohnungen.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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