Mo, 17. Dezember 2018

Nach Brenner-Umfrage

20.07.2017 18:46

Aufregung um Facebook-Seite "Wir für Kurz"

Die Facebook-Seite "Wir für Sebastian Kurz" sorgt mit einer "Umfrage" zum Brenner für Aufregung im Internet. Die ÖVP wurde für die Seite kritisiert, Sprecher Peter L. Eppinger distanzierte sich daraufhin von der Seite und gab bekannt, dass ihre Löschung bereits bei Facebook beantragt wurde. Generalsekretärin Elisabeth Köstinger ortet Dirty Campaigning.

Die Seite hat mittlerweile mehr als 5500 Likes - bei Weitem nicht so viele wie die echte Seite von Sebastian Kurz (592.000 Likes), aber genug, um reichlich Aufmerksamkeit zu bekommen. Genau das ist mit einem Posting vom Dienstag auch gelungen: "Zigtausende Migranten warten in Italien darauf, nach Mitteleuropa weiterzukommen, NGOs drohen, die Menschen nach Österreich zu bringen. Soll Österreich sich das gefallen lassen?" Darunter sind Innenminister Wolfgang Sobotka und Außenminister Kurz am Brenner zu sehen.

ÖVP distanziert sich
Nach zahlreichen kritischen Beiträgen, unter anderem von Klaus Schwertner von der Caritas, sah sich Kurz-Sprecher Peter L. Eppinger gezwungen, Stellung zu beziehen. In einem Kommentar auf Facebook erklärte er, dass man die Seite schon länger beobachte und auch schon Kontakt mit den Administratoren aufgenommen habe. Da dies nichts gebracht habe, sei bei Facebook die Löschung der Seite beantragt worden.

Köstinger ortet Dirty Campaigning
Die Volkspartei sieht in der Facebook-Seite einen "weiteren Tiefpunkt im Dirty Campaigning" gegen ihren Parteichef. Generalsekretärin Köstinger vermutet gar "politische Gegner" als Betreiber der Facebook-Seite. Es werde bewusst der Anschein erweckt, dass es sich um eine Fan-Seite des ÖVP-Chefs handle, sie werde aber "definitiv nicht" von der ÖVP oder von Unterstützern betrieben, erklärte sie.

Es werde "mit verfälschenden Statements und Postings" gearbeitet und missbräuchlich die Corporate Identity der ÖVP verwendet. Das Ziel sei es offensichtlich, Kurz zu schaden, glaubt Köstinger. "Dieser Stil der untergriffigen Wahlkampfführung, möglicherweise durch politische Mitbewerber, wird von uns scharf verurteilt und ist sofort zu stoppen." Welchen "Mitbewerber" sie konkret hinter der Seite vermutet, ließ Köstinger offen.

Thomas Zeitelberger
Thomas Zeitelberger

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Ochs‘ und Esel“-Sager
Gabalier legt mit skurrilem Weihnachtsvideo nach
Adabei
Nicht zurechnungsfähig
Einweisung nach Meißelmord in Asylunterkunft
Niederösterreich
„Unsere Überzeugung“
Sisi bei Kurz: Gemeinsam gegen illegale Migration
Österreich
Im Amt bestätugt
Nach 6:1-Gala: Grabherr bleibt Trainer bei Altach
Fußball National
Parallel-Riesentorlauf
Ab 18:15 LIVE: Hirscher beginnt gegen Teamkollegen
Wintersport
Design aus Österreich
Nachhaltig und trotzdem modisch? Wie geht das?
Gesund & Fit
Salzburg-Abschied?
Nächster Deutschland-Klub angelt nach Marco Rose
Fußball International
Skurrile Überraschung
FPÖ-Video: Vizekanzler spielt Christkindl
Politik

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.