06.12.2006 10:26 |

Schnäppchen

Handy von Bush-Tochter bei Auktion aufgetaucht

Bush-Tochter Barbara (24) ist wie berichtet in Argentinien Opfer von Taschendieben geworden - peinlich genug für die CIA, die Agenten zu ihrem Schutz abgestellt hatte. Nun tauchte auch noch Barbaras geklautes Handy bei einer Internetauktion auf!

Ab umgerechnet 237 Euro war das gute Stück auf "Mercado Libre", zu deutsch Freier Markt, zu haben, wie "Terra.cl" berichtete. "Barbara Bushs Handy, eine wunderbare Möglichkeit. Es hat George Bushs Privatnummer plus die von Michael Jackson, Madonna, Paris Hilton und Ozzy Osbourne", wurde das Teil online angepriesen.

Außerdem hätte der künftige Besitzer unkompliziert Zugang zu diversen sicherheitstechnisch bedenklichen Nummern: Das Weiße Haus, das Pentagon, FBI, CIA und viele gefährdete Ziele mehr wären per gespeicherter Nummern einfach zu erreichen gewesen.

Das Handy ist von der Homepage mittlerweile verschwunden, nach Bekanntwerden des brisanten Inhalts wurde der Artikel aus dem Netz genommen. Wie viele Interessenten allerdings in der Zwischenzeit Gelegenheit hatten, sich bei den dreisten Dieben zu melden, ist nicht bekannt.

Der Diebstahl
Wie die Zeitung "La Nación" unter Berufung auf Regierungskreise in Argentinien berichtete, konnten vier Beamte des US-Geheimdienstes CIA den Raub im Künstler- und Tango-Viertel San Telmo in Buenos Aires nicht verhindern, weil sie einfach nichts bemerkten. Barbara saß gegen 14 Uhr an einem Tisch einer Bar vor der Plaza Dorrego, wo es an jedem Sonntag einen von Touristen viel besuchten, malerischen Antiquitätenmarkt gibt. Sie habe ihre Tasche unter dem Tisch auf den Boden gelegt.

Irgendwann hätten zwei Taschendiebe das Durcheinander der Touristenmassen für ihre Zwecke ausgenutzt. Sie seien weder von Barbara noch von den in etwa 40 Meter Entfernung stehenden Geheimdientbeamten bemerkt worden.

Touristenräuber tricksten sogar CIA aus
Regierungssprecher in Argentinien erklärten, man sei offiziell nicht vom Besuch der Bushtochter informiert worden. Einige Medien in Argentinien und in den USA berichteten unterdessen, die Bush-Tochter halte sich wegen Studien seit dem 4. November in der argentinischen Hauptstadt auf. "Sonntag ist in San Telmo wirklich ein Problemtag. Wegen der vielen Touristen treiben besonders viele Profitaschendiebe hier ihr Unwesen", erklärte ein Restaurantbetreiber des Stadtviertels.

Das Weiße Haus wollte nach argentinischen Medienangaben den Zwischenfall vorerst weder bestätigen noch dementieren. Das Präsidentenpaar versucht in der Regel, die Medien von den Töchtern fern zu halten. Die Zwillinge hatten vor allem als Teenager wegen ihres Partylebens für Schlagzeilen gesorgt.