Der Lebkuchenmann

Abenteuer im Küchenschrank

Fräulein Pfeffer wünscht sich Abenteuer im Küchenschrank und ich mir ein unterhaltsames Weihnachtsmusical im Landestheater. Beide kamen wir bei David Woods „Der Lebkuchenmann“ am Sonntag in den Kammerspielen auf unsere Kosten. Die Inszenierung von Axel Heil wurde laut bejubelt und beklatscht!

In einem Küchenschrank, nächtens, wenn die Menschen schlafen, nimmt das Abenteuer für Kinder ab fünf Jahren seinen Lauf: Herr von Kuckuck ist heiser und hat Angst, im Müll zu landen. Das elegante Fräulein Pfeffer und Herr Salz wissen keinen Rat. Abhilfe schafft der Lebkuchenmann, der dazu einen Teebeutel besänftigen und Flitsch, die Mafia-Maus, aus dem Weg schaffen muss.

Trotz Stromausfalls mitten in der Premiere gelang dem Ensemble aus Studenten der Bruckneruni und Landestheater-Profis ein hinreißendes Musical. Alexander Zieglarski als Lebkuchenmann ist ganz junger Held, der keine Gefahr scheut. Luise Gruber (Teebeutel) erliegt rasch seinem Charme. Das italienische Salzfass (Ljubisa Lupo Grujcic) muss man einfach mögen. Mareike Dick spart als Pfeffermühle nicht mit Erotik; Simon Reimold begeistert als jodelnde Kuckucksuhr. Highlights sind die Auftritte von Flitsch (Manuel Klein).

Axel Heil hat das Stück aus den Siebzigerjahren mit Hilfe der Musik von Neboja Krulanovic und David Wagner in eine poppige Fassung gebracht, und Renate Schuler hat dazu eine bezaubernde Ausstattung geschaffen. Eine Aufführung, die sich auch Erwachsene nicht entgehen lassen sollten!

 

 

Foto: Brachwitz

Freitag, 07. Mai 2021
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