„Dabei hatte meine aus Wels stammende Zimmerkollegin einen sehr leichten Schlaf, wurde munter, wenn ich in der Nacht mal aufgestanden bin – von den Eindringlingen hat sie aber nichts bemerkt“, berichtet Opfer Susanne Obermüller (60) aus Linz: „Seit vierzig Jahren bin ich viel auf Reisen – aber sowas ist mir bisher noch nicht passiert!“
Sie urlaubte in São Filipe auf der Insel Fogo, hatte ihr Zimmer im zweiten Stock. Als sie am Heimreisetag aufwachte, waren 300 Euro Bargeld, Kreditkarten, Video- und Digitalkamera mit allen Urlaubserinnerungen und ihr Pass verschwunden. Ihrer Zimmerkollegin fehlte auch das Flugticket. Ein paar Zimmer weiter wurde ebenfalls eine Oberösterreicherin ausgeraubt – nur deren Kollegin behielt ihr Geld: Sie hatte es unter ihrem Kopfkissen versteckt.
„Möglicherweise sind wir mit Gas betäubt worden“, schließt Susanne Obermüller nicht aus, will andere Reisende warnen: „Auf den Straßen werden teure Taschen, Rucksäcke und andere Sachen angeboten, die von solchen Überfällen stammen könnten.“ Den Pass bekam die Linzerin übrigens wieder zurück, die Urlaubsfotos nicht: „Aber ich will ohnedies nicht an diesen Schock-Urlaub erinnert werden…!“
Foto: Johann Haginger
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