Pühringer beschreibt den Kern des Konflikts: „Entgegen einer politischen Vereinbarung der Minister Pröll, Bartenstein und Grasser soll die Voestalpine mehr als die ausgemachten 16 Millionen Euro Klimaschutzbeitrag leisten. Das gefährdet ihre Wettbewerbsfähigkeit und damit den Standort Linz!“ Pühringer protestiert scharf bei den drei Ministern: „Ich stelle mich hundertprozentig hinter diesen oberösterreichischen Leitbetrieb“, so der Politiker.
Auch Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl mahnt: „Die Umwelterfordernisse werden von unseren Unternehmen professionell und innovativ angegangen. Aber sie brauchen dabei auch Kontinuität und berechenbare Rahmenbedingungen“, so Sigl. Österreich gehöre ohnehin zu den „Musterländern“ in Sachen Umweltschutz: „Man sollte sich mal ansehen, wie es in anderen Regionen Europas damit ausschaut!“
Joachim Haindl-Grutsch von der Industriellenvereinigung sieht das ähnlich: „Es bringt der Umwelt nichts, wenn man sich bei uns, wo die Industrie eh Vorreiter in Sachen Umweltschutz ist, zu hohe Ziele um zu hohe Kosten setzt. Die Betriebe gehen dann dorthin, wo es weniger streng ist.“ Und die grüne Gemeinderätin Gerda Lenger warnt vor zu großer Umwelt-Einseitigkeit: „Die Industrie zwickt man, aber beim Verkehr traut man sich nicht wirklich.“
Foto: Voest
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