So, 24. Juni 2018

Das Abrechnungsvideo

01.05.2017 16:06

"Intrige": SPÖ-Nationalrätin Holzinger gibt auf

Die junge oberösterreichische SPÖ-Politikerin Daniela Holzinger-Vogtenhuber sitzt seit 2013 im Nationalrat. Seither machte sie sich immer wieder als "Parteirebellin" einen Namen, scherte laufend aus der Parteilinie aus. Nun hat sie endgültig genug von der SPÖ, der sie die Glaubwürdigkeit abspricht. In einem auf YouTube veröffentlichten Video gibt die 29-Jährige bekannt, dass sie nicht mehr für die Partei kandidieren möchte. Demnach hätten sie die jüngsten "Intrigen" und "eine beispiellose Lügenkampagne" gegen ihre Person dazu bewogen.

"Im Jahr 2013 habe ich mich um ein Mandat bei euch beworben. Damals war die Rede von Erneuerung, von Öffnung der Partei für die Beteiligung der Menschen. Es war die Rede davon, neue Wege zu gehen und aus den alten, immer gleichen Denkmustern herauszutreten. Leider haben wir mit ansehen müssen, wie sich alte Strukturen wieder festsetzten und kleinkariertes Macht- und Prestigedenken das zarte Pflänzchen des Neubeginns zu ersticken drohten", führt Holzinger-Vogtenhuber in ihrer knapp siebenminütigen Videobotschaft aus.

"Ich will nicht weiter gegen Intrigen kämpfen"
Sie wolle kein "junges Gesicht zu alten Inhalten" sein und "nicht weiter gegen Intrigen kämpfen". Deshalb werfe sie nun das Handtuch. "Ich habe es satt, mir die Ohren volljammern zu lassen gerade von jenen, die jede Reform, jede Änderung, jeden Neuanfang und jeden Aufbruch behindern und blockieren", so die Politikerin, die sich auch einer "beispiellosen Lügenkampagne" durch jene Parteimitglieder ausgesetzt sieht, die sich unbedingt an der Macht halten wollten.

SPÖ-Rebellin unterstützt Zusammenarbeit mit FPÖ
Holzinger-Vogtenhuber hatte sich wiederholt gegen die Parteilinie ausgesprochen. So unterstützte die Oberösterreicherin öffentlich eine Zusammenarbeit mit der FPÖ. Die 29-Jährige stimmte auch bei einem Antrag der Opposition zum Hypo-U-Ausschuss mit. Eher widerwillig votierte sie hingegen für die letzte Steuerreform und verlangte mehr Verteilungsgerechtigkeit.

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