10.04.2017 13:01 |

Blamage für Partei

Kanzler Kern scherzt über Grünen-Streit im ORF

Der Sonntagabend stand im ORF ganz im Zeichen der aktuellen grünen Krise. Parteichefin Eva Glawischnig und Flora Petrik, Chefin der (ehemaligen) Jungen Grünen, durften ihren Streit - letztlich ganz deutlich zum Nachteil der eigenen Partei - live im TV weiter breittreten, was in sozialen Netzwerken erwartungsgemäß heiß diskutiert wurde. Selbst Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) konnte der Versuchung nicht wiederstehen, sich via Twitter über den Streit bei den Grünen lustig zu machen.

Eigentlich hätten die Grünen am Sonntagabend die Möglichkeit gehabt, auf der ORF-Bühne Schadensbegrenzung zu betreiben. Stattdessen folgte dann nach Ansicht von Experten und Beobachtern eine Schadensmaximierung.

Vor allem Parteichefin Eva Glawischnig und der ebenfalls ins ORF-Studio geladene Polit-Berater Rudolf Fußi, der bei "Im Zentrum" mit grünen Socken zu bewundern war, wurden für ihr Verhalten bei der Diskussionsrunde teils scharf kritisiert.

Bei Glawischnig sorgte wiederum ein etwas unglücklich gewählter Fußball-Vergleich (siehe Video oben) für Spott und Häme.

Voggenhuber schießt scharf gegen Glawischnig und "Bullterrier" Fußi
Kein Blatt vor den Mund nahm sich der streitbare frühere Nationalrats- und Europa-Abgeordnete der Grünen, Johannes Voggenhuber, der seiner Empörung auf Facebook freien Lauf ließ. Er sei zu der ORF-Sendung eingeladen und dann wieder ausgeladen worden, so Voggenhuber, der PR-Berater Fußi als "Bullterrier an der Seite der angeschlagenen Bundessprecherin" (Glawischnig) bezeichnete.

Neben der offenen Kritik an der eigenen Partei - Stichwort: "Verfall der innerparteilichen Demokratie" - bekam auch der ORF sein Fett ab: "Offener kritischer Journalismus eben, nur halt in der österreichischen politischen Variante", so Voggenhuber.

Kern spottet auf Twitter über Grünen-Streit
Selbst Bundeskanzler Kern ließ es sich am Sonntagabend auf Twitter nicht nehmen, sich über den Streit bei den Grünen lustig zu machen. Er kommentierte eine Twitter-Umfrage ("Braucht es die Grünen?" Antwortmöglichkeiten: "Nein", "Nicht wirklich", "Die SPÖ reicht", "Keine Ahnung") mit den Worten: "Das erste Mal, dass ich an einer Online-Umfrage teilgenommen habe."

Fazit des live im Fernsehen übertragenen Streits der Grünen: Gewonnen haben am Ende alle anderen Parteien.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kurioses aus Portugal
13 Sekunden bis zum Tor ohne eine Ballberührung
Fußball International
Finale Verhandlungen
Rapid-Verteidiger kurz vor Wechsel in die Serie A
Fußball International
„Experte, aber ...“
Berater-Urteil zu Sidlo großteils vernichtend
Österreich
Wirbel um ÖFB-Star
Tabletten-Ärger: NADA prüft Hinteregger-Behandlung
Fußball International
Polizist überrollt
Tod am Campingplatz: Frau des Opfers saß am Steuer
Niederösterreich
Einst riet er ihn ab
„Super-Junge“! Klopp lobt Bayern für Coutinho-Coup
Fußball International
„Ende der Welt“
Ushuaia: Hier holen sich Ski-Asse den Feinschliff!
Video Wintersport
Kurz vor Einigung
Ex-Bayern-Star Ribery hat wohl neuen Klub gefunden
Fußball International

Newsletter