Chaos nach Brand:

S-Bahn-Fahrer müssen auf Kulanz der ÖBB hoffen

Oberösterreich
08.04.2017 19:28

"Wir werden die Entschädigungs-Anträge sehr kulant behandeln, bitten aber um etwas Geduld wegen des Andrangs", verspricht ÖBB-Sprecher Bernhard Rieder am Tag nach dem großen Chaos am Linzer Bahnhof. S-Bahn-Kunden müssen auf Kulanz hoffen, sie haben eigentlich keine Ansprüche. Heute, zwei Tage nach dem Kabelbrand, der 15.000 Fahrgäste stranden ließ, läuft alles wieder normal.

Aufgeholt wurden die Verspätungen im Fernverkehr rasch - aber nicht, weil die Züge schneller fuhren, sondern weil sie umbenannt wurden, je nachdem, wo sie gestrandet waren. "Wir haben 69 Railjets im Einsatz und für die Kunden sehen sie ja gleich aus. Durch die neuen Positions-Zuordnungen konnte der Fernverkehr relativ rasch wieder normalisiert werden", erklärt Bernhard Rieder. Die mangelhafte Kommunikation mit gestrandeten Bahnkunden geben die ÖBB zu, hier soll es Untersuchungen und Verbesserungen geben.

Am Samstagabend lief der letzte "Problemzug", die Verbindung Hauptbahnhof-Ebelsberg, wieder normal. Die Reparaturen im abgebrannten Kabelschacht laufen bereits an, davon sollen Bahnkunden aber nichts mitbekommen, der Zugverkehr sollte ungestört laufen.
Inzwischen gibt’s einen Ansturm auf die Homepage www.oebb.at/linz, wo die Formulare für die Fahrpreis-Erstattung und Entschädigung wegen Zugverspätung abrufbar sind. Morgen, Montag, hoffen die ÖBB einen Überblick über die Forderungen zu haben. Von diesen sind laut Fahrgast-Verordnung aber Kunden der S-Bahn ausgeschlossen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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