Feuergefahr

Bis zu 50 Akku-Brände im Jahr

Der zum Laden angehängte Akku eines Hoverboards war - wie berichtet - Auslöser des gefährlichen Brandes im Linzer Franckviertel, bei dem der elfjährige Emin durch einen Sprung aus dem 2. Stock sein Leben rettete. Manfred Hübsch von der Brandverhütungsstelle OÖ warnt davor, Akkus in einem Kinderzimmer aufzuladen.

In jüngster Zeit häufen sich Meldungen von in Brand geratenen Akkus. Nimmt die Qualität dieser Geräte ab?
Wir haben in OÖ etwa 30 bis 50 Brände jährlich. Man kann nicht alle Geräte in einen Topf werfen - bei akkubetriebenen Werkzeugen etwa gibt es kaum Probleme. Da ist die Technik gut ausgereift - die Ladezellen werden elektronisch überwacht.

Wie ist das bei den Akkus in Handys oder in Laptops?
In dieser Kategorie ist es bereits zu Bränden aufgrund von Produktionsfehlern gekommen, als Folge davon gab es Rückrufaktionen. Teilweise treten Probleme aber auch auf, wenn Nachbauakkus eingesetzt werden.

Wie ist die Situation im Modellbau?
Modellflugzeuge, Boote und Autos sind meist mit Lithium-Polymer-Akkus bestückt. Die sind relativ anfällig. Hier muss das Ladegerät wirklich optimal auf den Akku abgestimmt sein. Tiefentladungen sollten vermieden werden, da die Akkus sehr darunter leiden. Gefährlich wird es, wenn alte Ladegeräte mit wenig Spannungstoleranzen verwendet werden oder Geräte zu Boden fallen.

Dass Akkus von Hoverboards brennen, kommt öfter vor.
Diese Spielgeräte sind großer Beanspruchung ausgesetzt. Zum Teil werden sie aber billig in Nahost gefertigt. In den USA mussten nach Bränden 500.000 Stück vom Markt genommen werden, auch Amazon hat darauf reagiert.

Wo kann man Hoverboards möglichst gefahrlos aufladen?
Sie gehören keinesfalls in ein Kinderzimmer, sondern ins Freie oder in Kellerräume mit Brandschutztüren.

Interview: Jürgen Pachner

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