Fr, 17. August 2018

Video aufgetaucht!

21.03.2017 12:01

Hier stürzt sich Orly-Attentäter auf Soldatin

Nach dem Angriff auf eine Soldatin am Pariser Flughafen Orly am Samstag, bei dem der Angreifer (39) erschossen wurde, sind Aufnahmen der Überwachungskamera aufgetaucht. Diese zeigen, wie sich Ziyed Ben Belgacem in der Flughafenhalle von hinten der Soldatin nähert, plötzlich ein Sackerl fallen lässt und sich dann auf die Frau stürzt.

Er bedroht sie mit einer Schrotpistole. Zunächst reagiert kaum jemand, auch ein einige Schritte entfernter Soldat läuft einfach weiter. Der dritte Soldat der Patrouille ist zu diesem Zeitpunkt nicht im Bild.

"Ich bin da, um für Allah zu sterben!"
Die beteiligten Militärs berichteten nach Angaben von Staatsanwalt Francois Molins, dass der 39 Jahre alte Mann gerufen habe: "Ich bin da, um für Allah zu sterben!" Er soll auch angekündigt haben, dass es Tote geben werde. In den von der Nachrichtenagentur AP veröffentlichten Aufnahmen ist weiters zu sehen, wie der Angreifer die Soldatin einige Meter mit sich zerrt. Ihre beiden Kameraden folgen ihnen mit etwas Abstand. In einem Handgemenge geht die Frau schließlich zu Boden.

Molins hatte am Samstag gesagt, dass es einen Kampf um das Sturmgewehr der Frau gegeben hatte, das der Mann letztlich an sich nahm. Die anderen Soldaten eröffneten daraufhin das Feuer und erschossen den Mann.

Drogen und Alkohol im Blut des Angreifers
Die Ermittler wollen nun das Motiv des Angreifers klären. Sie halten es für möglich, dass er einen dschihadistischen Anschlag geplant hatte. Bei seiner Leiche wurden unter anderem ein Koran, eine Pistole und ein Benzinkanister gefunden. Nach Einschätzung seines Vaters war er jedoch "niemals ein Terrorist". Nach Angaben aus Justizkreisen hatte der Angreifer Drogen und Alkohol im Körper. Das habe eine Autopsie des Mannes ergeben.

Zwei verdächtige Männer in Polizeigewahrsam
Bisher war wenig über das Umfeld des Täters bekannt. Drei Verwandte waren am Wochenende in Gewahrsam genommen worden, kamen wenig später aber wieder auf freien Fuß. Am Dienstag nahm die Polizei zwei weitere mögliche Hintermänner des Täters fest. Sie würden verdächtigt, dem getöteten Angreifer seine Waffe geliefert zu haben, hieß es vonseiten der Ermittler. Nach den beiden Männern war seit dem Wochenende gefahndet worden.

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