Trotz Mordauftrags

Opfer hofft auf Freispruch für Ehefrau

Es klingt unglaublich - aber jener Ehemann, dem nach einer Attacke durch Schläger, die seine Frau angeheuert haben soll, gesundheitliche Dauerfolgen bleiben, scheint die Zuneigung zu der Verdächtigen nicht verloren zu haben. Er hofft, dass die 44-Jährige am Dienstag in Wels freigesprochen wird und dann wieder zu ihm zurückkehrt.

"Krone"-Leser kennen den Fall. Das aus Köstendorf (Sbg.) stammende Paar hatte in Ebensee einen Würstelstand betrieben. Dort soll Monika K. zunächst versucht haben, einen Killer zu engagieren, der den 52-jährigen Heinz K. beseitigt. Hintergrund dürfte eine Liebesaffäre mit dem 35-jährigen Christian L. gewesen sein, mit dem sie offenbar ein neues Leben beginnen wollte. Der von der Frau auserkorene "Killer", dem sie mehrere tausend Euro angeboten haben soll, lehnte allerdings ab. Daraufhin soll Monika K. ihren Liebhaber mit Lügengeschichten so weit aufgestachelt haben, dass Christian L. gemeinsam mit einem Bekannten (49) den Imbiss-Betreiber in dessen Lokal brutal attackierte. Doch damit nicht genug. Die beiden Vasallen suchten den 52-Jährigen kurz darauf noch in seinem Wohnhaus in Köstendorf auf und fügten ihm massive Verletzungen zu, an denen das Opfer bis heute leidet.

"Angeschwärzt"
Die Frau soll den Schlägern einen Schlüssel hinterlegt und ihr Taxi bezahlt haben. Beide wurden für die Tat bereits rechtskräftig verurteilt. Christian L. zu vier Jahren, sein Komplize zu 2,5 Jahren Haft. "Meine Frau kann nichts dafür, sie wird von den Typen zu Unrecht angeschwärzt", sagt Heinz K. Er glaubt, dass ihr Selbstmordversuch in U-Haft darauf zurückzuführen sei. Wie berichtet, hat sie sich im Juni 2016 in der Justizanstalt Wels mit Speiseöl übergossen und angezündet. K. hofft, dass die Gattin am Dienstag im Landesgericht Wels freigesprochen wird und zu ihm zurückkehrt.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 13. Mai 2021
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