Grüne Forderung:

“Beim Schnitzel muss dabei stehen, woher es kommt”

Tirol
23.02.2017 14:14

Das im TirolBerg servierte Seefelder Wildragout mit Fleisch aus Ungarn und die kroatische Schnitzelsemmel sind der Grund, warum die Grünen nun einen erneuten Anlauf für mehr Regionalität unternehmen. Sie wollen, dass künftig in jeder Speisekarte dabeisteht, woher Schnitzerl, Schweinsbraten oder Steak kommen.

Unter dem Motto "Regionalität ist in aller Munde, aber wie viel steckt nun tatsächlich in unserem Schnitzel?" unternehmen die Grünen derzeit österreichweit einen weiteren Anlauf, mehr regionale Produkte auf die Teller der heimischen Gastronomie zu bringen. Gestern gastierte der grüne Landwirtschaftssprecher im Parlament, Wolfgang Pirklhuber, mit LA Gabi Fischer sowie dem grünen Biobauern Bartholomä Obwaller in Innsbruck. "Ich habe bereits 2009 einen Antrag im Nationalrat eingebracht, in dem ich eine verpflichtende Herkunftsangabe in den Speisekarten gefordert habe. Auf die Umsetzung warten wir bis heute", so Pirklhuber.

Faux Pas der Tirol Werbung nutzen

Und da kam den Grünen der Faux Pas der Tirol Werbung gerade recht. Wie mehrfach berichtet, wurden dort heimische Schmankerln mit ausländischen Produkten serviert. "Der TirolBerg hat eine Türe geöffnet, die wir jetzt nutzen, um einen erneuten Anlauf für regionale Produkte zu unternehmen", sagt Gabi Fischer.

Wo Tirol draufsteht, muss Tirol drinnen sein

Dass dort, wo Tirol drauf steht, auch Tirol drinnen sein muss, versteht sich von selbst. Und um mehr Tiroler Produkte auf die heimischen Wirtshaus-Teller zu bekommen, wollen die Grünen, dass künftig in jeder Speisekarte dabei steht, woher die verwendeten Produkte kommen. "Ideal wäre natürlich, wenn bei jedem Gericht dabei steht, woher es kommt. Wir wären aber schon zufrieden, wenn in der Speisekarte ein Blatt beigelegt wird, in dem steht, woher Eier, Fisch, Fleisch und Milchprodukte kommen", ergänzt NR Pirklhuber.

"Qualität-Tirol-Ranzen und "Bewusst Tirol" sind überflüssig

Zudem regt er an, dass man statt mit vier künftig nur mehr mit den zwei Marken "Tirol" und "Bio vom Berg" werben sollte auf den "Qualität-Tirol-Ranzen" und "Bewusst Tirol" solle man verzichten!

Markus Gassler, Kronen Zeitung

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