4400 Schüler, 34 Berufsgruppen und eine Halle mit 5500 Quadratmetern: Der Tag der Lehre 2017 in der Messe Innsbruck war gestern ein voller Erfolg!
Sie waren total aufgeregt, wissbegierig und experimentierfreudig: Tausende Tiroler Schüler nutzten Österreichs größtes Lehrlingsevent, um sich von den unterschiedlichsten Berufsgruppen inspirieren zu lassen. Auffällig dabei war, dass die Messestände mit den klassischen Berufen regelrecht ein Dauerbrenner waren. Und: Der Großteil der Mädchen interessierte sich für die typischen Frauenberufe, die Mehrheit der Burschen zog es hingegen in die klassische Männerbranche.
Lehrlinge zeigten den Schülern wertvolle Tipps
So stellten etwa in der Ecke der Kosmetiker, Friseure und Fußpfleger Schülerinnen der NMS Schönegg mit Schminkpinsel, Glätteisen und Föhn ihr Können unter Beweis. Tipps gab es von den Friseur-Lehrlingen Christina Bstieler und Sarah Höllrigl. "In unserer Berufsschule gibt es zwar nur wenige Burschen, aber immerhin haben wir überhaupt welche", klärten die beiden auf. Und auch beim Stand der Floristen waren nur Mädchen soweit das Auge reichte. "Im Schnitt sitzt in jeder Klasse ein Bursche. Das ist und bleibt einfach ein Frauenberuf", waren sich die fleißigen Lehrlinge von diversen Blumengeschäften einig.
"Die Arbeit am Bau ist intensiv"
Die männlichen Schüler hatten gestern hingegen bei den Ständen der Tischler, Maurer sowie Spengler klar die Überhand. "Bisher hat nur ein Mädchen in unserer Firma geschnuppert. Die Arbeit am Bau ist intensiv, das ist Männersache", zeigte sich Maurer-Lehrling Maximilian Astner überzeugt. Schützenhilfe bekam er von Spengler-Lehrling Marcel Staffner: "Wir arbeiten mit Papprollen, die wiegen 60 Kilogramm. Für Mädchen ist es nicht leicht, diese Rollen zum Beispiel allein die Leiter hochzutragen."
Koch, Konditor, Gärtner für Mädchen und Burschen interessant
Nur an wenigen Ständen informierten sich Mädchen und Burschen gleichermaßen. So etwa bei den Gärtnern. "Ich könnte mir diesen Beruf sehr gut vorstellen", erzählte Sara Hintner (14). Außerdem war bei den Köchen und Konditoren das Interesse beider Geschlechter ungefähr gleich groß.
Jasmin Steiner, Kronen Zeitung
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