Fr, 26. April 2019
02.02.2017 15:58

Juwelier wurde Opfer

Jede Woche passiert derzeit ein Raubüberfall

Winterurlaub können die Raubermittler streichen. Alleine im Jänner gab es schon fünf Überfälle auf Risikobetriebe in Oberösterreich. Dazu kommen eine "Home Invasion" in Wels und mehrere Überfälle auf Passanten. Zwei Räuber sind gefasst, beim bisher letzten Coup entkam der brutale Täter mit einigen Goldringen.

"Ich hatte gar keine Zeit zu reagieren. Der hat sofort zugeschlagen", schildert Hans Peter Gerner (56) den Überfall in seinem Juweliergeschäft an der Freistädter Straße in Linz-Urfahr im untenstehenden Interview. Wie ausführlich berichtet, war  der Geschäftsinhaber am Mittwoch kurz vorm Zusperren in der Werkstätte überrascht und zweimal mit einem harten Gegenstand attackiert worden. Danach bediente sich der Räuber im offenen Safe, erwischte aber "nur" zwei Laden mit Goldschmuck, vor allem Ringe, ehe ihn der am Kopf stark blutende Juwelier vertreiben, den Notruf-Knopf drücken konnte.
Die Beschreibung des Täters  180 bis 190 Zentimeter groß, schlank, rund 40 Jahre   erinnert an den gescheiterten Räuber, der am 19. Jänner die Schoeller-Privatbank in der Linzer Schillerstraße ausrauben wollte und von den Angestellten verjagt worden war. "Allerdings soll der Juwelier-Räuber einen dunklen Teint haben, der Bankräuber ist eher bleich", glaubt Gisbert Windischhofer vom Landeskriminalamt OÖ an zwei verschiedene Täter. Vom Juwelier-Räuber gibt’s keine Bilder, da es im Geschäft keine Überwachungskamera gibt.
Ungeklärt sind auch der Coup auf eine Spar-Filiale in Linz-Urfahr eine Woche vorm bislang letzten Coup und auch ein Überfall in den eigenen vier Wänden auf eine Welserin (70) ist noch offen. Gefasst wurden dagegen bekanntlich ein Linzer (21), der in Linz vor drei Tagen eine Sparkasse überfallen hatte und ein Tankstellenräuber (29) in Wels.

"Täter glaubte, ich bin außer Gefecht"

Der Schlag auf den Hinterkopf hätte  Hans Peter Gerner (56) außer Gefecht setzen sollen, doch der Linzer Juwelier stand auf, verjagte den brualen Räuber.

Sie sehen ziemlich mitgenommen aus, woran können Sie sich  erinnern?
Dass die Türe aufgegangen ist und ich aus der Werkstätte  "Grüß Gott" hinausgerufen haben. Dann war er auch schon bei mir, hat mir von hinten irgend etwas auf den Kopf geschlagen und ich bin nach vorne gestürzt.
Waren Sie danach bewusstlos?
Nein. Aber der Räuber glaubte wohl, ich bin außer Gefecht und wollte sich in aller Ruhe am offenen Safe bedienen. Aber ich bin ihm nach und da hat er die Flucht ergriffen. Erwischt hat er nicht viel, hat sich nicht ausgezahlt.
Wurden Sie schon einmal überfallen?
Noch nie, die Auslage wurde einige Male eingeschlagen, aber da war jetzt schon lange nichts mehr.
Normal sind Sie ja nie alleine im Laden.
Meine Frau war nicht da, weil sie unser Enkerl abgeholt hat. Ich bin froh, dass sie nicht da war und ihr nichts passiert ist.
Sie wirken schon wieder sehr gefasst.
Ich hatte einen gehörigen Schock, versuche es nun mit Humor zu nehmen, es hilft ja nichts.

Markus Schütz, OÖ Krone

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