Mi, 19. Dezember 2018

Bilanz für 2016

27.01.2017 13:06

In Tirol wurden 1172 "Blüten" sichergestellt

Obwohl der europaweite Banknotenumlauf um weitere 4 % auf € 1,13 Bio anstieg und Bargeld nach wie vor das dominante Zahlungsmittel im täglichen Zahlungsverkehr ist, konnte gleichzeitig bei den Fälschungen 2016 sowohl in Österreich (- 16 %) als auch in Tirol (- 22 %) ein deutlicher Rückgang verzeichnet werden.

In Österreich wurden 12.234, in Tirol 1172 Fälschungen registriert. Tirol profitierte vor allem von der günstigen Situation im ersten Halbjahr, wo tourismusbedingt zwar tendenziell mehr Bargeld im Umlauf ist, das Fälschungsaufkommen aber mit -27 % um mehr als ein Viertel unter dem Vorjahresniveau lag. Nach einem kurzzeitigen Anstieg im dritten Quartal hat sich die Lage wieder normalisiert, die Zahlen in den letzten Monaten des Jahres 2016 lagen wieder unter dem Vorjahresniveau.

Die deutlichste Veränderung ist durch die Neueinführung des Zwanzigers erkennbar. Die Zahl der gefälschten Zwanziger fiel österreichweit um 42 % und halbierte sich damit fast. Auch die Anzahl der Hunderter nahm deutlich ab, nämlich um ein Fünftel. Da die Menge der gefälschten Fünfziger gleichzeitig stabil blieb, entfällt in Österreich nun jede zweite Fälschung auf diese Kategorie. In Europa liegt der Anteil des Fünfzigers bei 42,5 %.

Weniger falsche 100er

In Tirol war vor allem der Rückgang der Hunderter-Fälschungen ausschlaggebendes Kriterium, was auf einen Fahndungserfolg der Polizei zurückzuführen ist. Dadurch sank die Zahl der gefälschten Hunderter um mehr als die Hälfte (- 58 %). Da auch der Zwanziger in Tirol um mehr als ein Viertel zurückging, führt nun der Fünfziger mit einem Anteil von 53 % mit Respektabstand vor allen anderen Kategorien die Hitliste an. Deshalb ist auch die Neueinführung des Fünfzigers am 4. April 2017 mit deutlich verbesserten Sicherheitsmerkmalen ein wichtiger und sinnvoller Schritt im Kampf gegen die Fälscher. Dahinter folgen der Zwanziger mit 26 % und der Hunderter mit 12 %, womit fast das gesamte Fälschungsaufkommen auf diese drei Kategorien entfällt. Ungefähr ein Drittel der aufgetauchten Fälschungen in Tirol sind einfache Farbkopien.

Jede 50.000. Banknote eine "Blüte"

Im Vergleich zu den echten Banknoten, die schätzungsweise in Tirol im Umlauf sind, ist nur knapp jede 50.000. Banknote falsch. Damit sind weniger als 0,002 % aller Scheine in Tirol gefälscht. Da jeder Österreicher im Schnitt 2 bis 3 Mal pro Tag bar bezahlt, ist das Risiko, mit einer Fälschung in Kontakt zu kommen, sehr gering. Trotzdem ist es vorteilhaft, sensibel zu bleiben und auf sein Geld zu achten. Es gilt nach wie vor, dass man Fälschungen anhand der drei einfachen Prüfschritte Fühlen - Sehen - Kippen erkennen kann. Jede Banknote kommt übrigens pro Jahr 3-4 Mal aus dem Geldkreislauf zur Notenbank zurück und wird gezählt, geprüft und sortiert, damit ein hoher Sicherheitsstandard des Bargeldumlaufs gewährleistet bleibt. Um das Risiko für Unternehmen gering zu halten und den Angestellten eine Hilfestellung zu leisten, bietet die OeNB ergänzend auch kostenlose Schulungsmöglichkeiten an.

Sicheres Österreich

Die Wahrscheinlichkeit, in Österreich eine Fälschung zu erhalten, ist nach wie vor äußerst gering. Während Österreich bei der Bevölkerung und der Wirtschaftskraft einen Anteil von 2,5 bis 3,2 % im Euroraum hat, liegen wir beim Fälschungsaufkommen mit 1,79 % deutlich darunter, sogar langfristig seit der Euroeinführung in einer wesentlich günstigeren Position. In Europa sind 2016 insgesamt 684.000 Fälschungen aufgetaucht, damit konnte ein erfreuliches Minus von 24 % verzeichnet werden. Bei zugleich mehr als 20 Milliarden Stück echten Banknoten bedeutet dies, dass im Schnitt ungefähr nur jede 30.000te Banknote falsch ist.

66.905 Euro Schaden in Tirol

Der Schaden aus Falschgeld belief sich in Österreich im Jahr 2016 auf 768.515 Euro, inTirolauf 66.905 Euro. Das entspricht in Tirol immerhin einem Rückgang von 19.550 Euro. Im Vergleich dazu beläuft sich laut Wirtschaftskammer der Schaden aus Schwund alleine im österreichischen Einzelhandel auf 700 Millionen Euro.

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