Übel ausgetrickst

"Freeman" betrog Linzer Manager

Einem Anhänger der "Freeman"-Bewegung ist offenbar der Linzer Unternehmer Ronald L. aufgesessen. "Dieser Mann hat meine Gutgläubigkeit ausgenutzt und mich auf eine raffinierte Art und Weise über den Tisch gezogen", klagt der 33-jährige Oberösterreicher. Der finanzielle Schaden, auf dem er vermutlich sitzen bleibt, beträgt mehr als 15.000 Euro.

L., der seit 2014 eine Werbeagentur betreibt und als Organisationsberater tätig ist, lernte den 53-Jährigen bei einer Netzwerk-Veranstaltung kennen. "Er hat mir eine Kooperation für den Vertrieb von Gesundheitsprodukten angeboten, das klang zunächst recht vielversprechend." Dem aus dem Raum Stuttgart stammenden Verdächtigen sei es dank sprachlich gewandten Auftretens gelungen, sein Vertrauen zu erschleichen und die wahren Absichten zu verschleiern. L: "Er ist rhetorisch äußerst bewandert und besitzt enorme Überzeugungskraft - ich hab' mich davon blenden lassen."

"War von HAndschlagqualität überzeugt"
Als L. mit dem 53-Jährigen einen schriftlichen Vertrag aufsetzen wollte, lehnte dieser ab - mit der Begründung: Er lebe ein Geschäftsmodell, das auf Vertrauen basiere und keiner schriftlichen Vereinbarung bedürfe.  "Ich war überzeugt davon, er hat Handschlagqualität."
Die vereinbarte Provision sah L. nie. Der Verdächtige hat seinen Firmensitz in der Schweiz, die von L. eingeklagten 15.000 € ignorierte er. Erfolgreich verweigerte der "Freeman" den Behörden jede Kooperation. Sein Argument: Der Papst habe 2013 alle Staatsorgane weltweit aus der Immunität entbunden. Der Deutsche drohte, jeden Beamten privatrechtlich haftbar zu machen.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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