Mi, 14. November 2018

Nächster Aufstand

06.01.2017 15:13

Erneut Tote bei Gefängnisrevolte in Brasilien

Fünf Tage nach einem Gefängnisaufstand in Brasilien, bei dem 56 Menschen starben, sind am Freitag erneut 33 Insassen einer Haftanstalt getötet worden. Laut Behördenangaben wurden in der Früh in einer Haftanstalt in Boa Vista, der Hauptstadt des Bundesstaats Roraima, 33 Tote gefunden. Die Lage sei wieder "unter Kontrolle", teilte die Regionalregierung mit, die Opferzahl könne aber noch steigen.

Bei den Auseinandersetzungen im Gefängnis in Boa Vista habe es sich nicht um eine "Meuterei" gehandelt, sondern um eine "schnelle Aktion" einer Gruppe von Häftlingen, die nicht einmal eine Stunde gedauert habe, so die Regionalregierung. Wie ein Sprecher sagte, wurden die meisten Opfer mit Stichwaffen getötet. In dem Gefängnis seien keine Schusswaffen gefunden worden.

56 Tote bei Revolte in Manaus
In der Nacht auf Montag waren bei einer Gefängnisrevolte in Manaus 56 Menschen getötet worden. Laut Angaben der dortigen Behörden waren viele Opfer bei den 17-stündigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden geköpft worden, zwölf Aufseher wurden als Geiseln genommen.

Aufstände und Kämpfe kommen in den überfüllten brasilianischen Gefängnissen häufig vor, oft werden Haftanstalten faktisch von Drogenbanden kontrolliert. Erst im Oktober waren bei Auseinandersetzungen zwischen Bandenmitgliedern in drei brasilianischen Gefängnissen insgesamt 33 Menschen getötet worden.

Insgesamt 622.000 Häftlinge in Brasilien
Ende 2014 gab es in Brasilien einem Bericht des Justizministeriums zufolge 622.000 Gefangene. Brasilien hat damit weltweit die viertgrößte Gefangenenzahl nach den USA, China und Russland. Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit Jahren die Zustände in den brasilianischen Haftanstalten.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Eklat bei Bayern
TV-Experten geohrfeigt: Ribery entschuldigt sich
Fußball International
Urteil in St. Pölten
Mit Pkw auf Ex-Freund und neue Freundin zugerast
Österreich
Mit Probeführerschein
Lenker (20) raste Polizei im 244-PS-Audi davon
Oberösterreich
Fußprellung
Deutschland gegen Russland ohne Dortmund-Star Reus
Fußball International
Als Sportdirektor
Nächster Paukenschlag! Rieds Schiemer schmeißt hin
Fußball National
EU-Sorgenkind Italien
Österreich würde Defizitverfahren unterstützen
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.