Kein Weihnachtsfriede im Linzer Landhaus: Der sich über brisante Auseinandersetzungen in der Gemeindeaufsicht unwissend zeigende ÖVP-Landesrat Max Hiegelsberger erhielt am 15. Juli 2015 in "Cc" ein E-Mail mit einem Beschwerdebrief eines Prüfers. Dieser kündigte darin schon seine jüngst eingebrachte Klage an.
Hauptadressat dieser E-Mail war Landesamtsdirektor Erich Watzl, nach jüngst eigenen Worten 2014/15 als eine Art Mediator in die Auseinandersetzungen zwischen dem Prüfer und seinen Vorgesetzten eingebunden. Neben dem damals für die Gemeindeaufsicht teilzuständigen Hiegelsberger erging es an einem heißen Sommertag vor der Landtagswahl in "Cc" auch an einige andere Regierungsmitglieder (weswegen es der "OÖ-Krone" nun vorliegt).
Der Prüfer hat, wie berichtet, seine Vorgesetzten und andere Landesbeamte Anfang November 2016 angezeigt und auf 325.000 Euro Schadenersatz verklagt, weil er intensiv gemobbt worden sei, nachdem er sich gegen "ÖVP-freundliche" Änderungen und Streichungen in seinen Prüfberichten gewehrt habe.
Mobbing im Details beschrieben
In jenem Mail an Watzl, Hiegelsberger und die anderen Politiker beschreibt er dieses Mobbing (eigentlich "Bossing") und die fehlende Hilfe dagegen im Detail - mit dem brisanten Hinweis, für das Mobbing sei (neben einem anderen, dienstrechtlichen Thema) "unter anderen Prüfungen die Gebarungsprüfung Freistadt ausschlaggebend gewesen". Über die sehr weitreichenden Änderungen zugunsten des damaligen (Anfang 2014) amtierenden ÖVP-Stadtchefs haben wir ja gerade wieder berichtet.
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