Fr, 19. Oktober 2018

Zu wenig Ärzte

29.11.2016 08:12

Probleme in unseren Spitälern immer größer!

Dass es im Kepler-Klinikum zu wenig Kinderpsychiater gibt, sei auf ein österreichweites Phänomen zurückzuführen, reagiert mit Elgin Drda die Geschäftsführerin der Uni-Klinik auf einen "Krone"-Bericht: "Es ist schwierig, Nachwuchs aufzubauen." SPÖ-Gesundheitssprecher Binder ortet Probleme in den Spitälern und fordert Aufklärung: "Die Ambulanzen sind voll, die Wartelisten lange!"

Fünf von elf Facharztstellen in der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie der neuen Uni-Klinik sind unbesetzt, zudem verlässt ein leitender Oberarzt Ende Februar 2017 den Zusammenschluss aus mehreren Linzer Krankenhäusern. "Krone"-Leser wissen, dass Oberarzt Mathias Hartmann die derzeitige Situation problematisch sieht - siehe auch den Ausriss oben aus einem vertraulichen Protokoll. Klinik-Geschäftsführerin Elgin Drda sieht das anders und verweist auf die generellen Probleme in diesem Fach. "Der Bereich zählt zum einzigen österreichweit anerkannten ärztlichen Mangelfach. Der Fachärztemangel ist daher kein spezifisches Problem des Linzer Kepler-Klinikums", erklärt sie in einer Stellungnahme.

Psychologen müssen für Ärzte einspringen
Man habe seit Jahresbeginn viele Maßnahmen gesetzt, um die schwierige Versorgungssituation etwas zu entlasten. "Von Ignoranz, wie es der Krankenhausleitung vorgeworfen wird, kann daher keine Rede sein", ergänzt Drda. Um die schwierige Lage in den Griff zu bekommen, gebe es laufend Ausschreibungen, um ärztliches Personal zu finden, zudem wurden die nicht besetzten Fachärzte-Stellen mit Psychologen besetzt.

"Die Ambulanzen sind voll, die Wartelisten lange"
Mit Argusaugen verfolgt wird die heikle Situation auch von der Landespolitik. SPÖ-Abgeordneter Peter Binder: "Die Zustände verlangen nach Aufklärung. Mit der Spitalsreform einerseits und der Kepler-Klinik andererseits wurden  Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung versprochen. Jetzt finden sie volle Ambulanzen und lange Wartelisten." Binder wird eine Anfrage an Gesundheitsreferent LH Josef Pühringer (VP) stellen, wie er die Situation in der Kinderpsychiatrie entschärfen will.

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