Mo, 24. September 2018

"Wir sind ohne Hass"

28.11.2016 08:44

Mutter getötet: Familie fleht Unfalllenker an!

Der  Schmerz über den plötzlichen Verlust der geliebten Ehefrau und Mutter Hannelore F. ist vier Wochen nach dem tödlichen Unfall in Zell am Moos weiter enorm. Die Familie appelliert nun via "Krone" an den fahrerflüchtigen Unglückslenker, sein Gewissen zu erleichtern: "Wir sind ohne Hass und überzeugt, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat, der jedem passieren könnte."

Wie berichtet, hatte das sportliche Ehepaar Hannelore und Albert F. aus Köstendorf (Sbg.) am 31. Oktober eine Radtour unternommen. Auf der Mondseer Bundesstraße (B 154) scherte plötzlich bei Zell am Moos  ein entgegenkommender weißer Kleinwagen aus, überholte in einer Tempo-70-Zone ein vor ihm fahrendes braunes Auto. Dabei dürfte der Lenker die entgegenkommenden Radfahrer übersehen haben. Er rammte Hannelore F., die hinter ihrem Gatten fuhr, den er nur knapp "verfehlte", frontal.
Doch anstatt sich um sie zu kümmern, fuhr er davon. Auch der Lenker des braunen Fahrzeugs hielt nicht an. Die 53-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und starb kurz drauf im Unfallkrankenhaus Salzburg. Ehemann Albert (48) blieb zwar unverletzt, erlitt aber einen schweren Schock.

"Lenker leidet unter den Folgen des Unfalls"
Die Familie glaubt, dass der Fahrer vermutlich wegen Überforderung nicht richtig reagiert hat: "Wir sind überzeugt, dass der Autolenker selbst sehr unter den Folgen des Unfalls leidet. Es würde sicher auch ihm helfen, wenn  er sich seiner Verantwortung stellt und sich bei der Polizei meldet." Davon ist auch Chefinspektor Klaus Decker vom Bezirkspolizeikommando Vöcklabruck überzeugt: "Einen Menschen getötet und sich  der Verantwortung nicht gestellt zu haben, das belastet schwer." Auch er rät dem unbekannten Fahrer, endlich reinen Tisch zu machen - das würde sich auch strafmildernd auswirken.
Die Angehörigen appellieren jedoch auch an den Lenker, der überholt worden ist: "Ihm drohen keine rechtlichen Konsequenzen, er könnte aber zur Aufklärung des Tathergangs beitragen."

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