Mo, 24. September 2018

Aufsicht sagte Nein

27.11.2016 14:28

189-Millionen-Bonus für BAWAG-Chefetage verhindert

Die den US-Fonds Cerberus und Golden Tree gehörende BAWAG hat ihrer Chefetage über ein Aktienoptionsprogramm 189 Millionen Euro Bonus versprochen, konnte sich aber damit bei der Bankenaufsicht in Frankfurt nicht durchsetzen. Nach dem Nein der Aufsicht zog die Bank die Pläne zurück. Auch Aufsichtsräte sollten mit hohen Summen bedacht werden.

Insgesamt sollten einem Bericht des "Standard" zufolge 20 Manager bedacht werden. Allein dem Ex-US-Investmentbanker und Aufsichtsratschef Franklin Hobbs stünden gemäß Zusage 40,5 Millionen Euro zu. In Summe sollten die Kontrolleure fast 60 Millionen Euro bekommen. Vorstandschef Byron Haynes wurden knapp 27 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Das Aktienoptionsprogramm "Sars", die Abkürzung steht für "stock appreciation rights", sollte schlagend werden, wenn das Unternehmen gut läuft oder gut verkauft wird, je nach Vorgaben.

Die Zusagen stammen laut der Zeitung aus den Jahren 2013 und 2014. Seit damals sucht man mit Hochdruck nach Käufern für die BAWAG. Der US-Fonds Cerberus, der die Bank vor fast zehn Jahren vom Gewerkschaftsbund ÖGB gekauft hat, wollte nie so lange investiert bleiben.

Die Bankenaufsicht in der Europäischen Zentralbank sieht in dem Programm laut dem Zeitungsbericht aber falsche Anreize - unter anderem, weil es auch Aufsichtsräte begünstigen würde. Sie sollen den Vorstand aber kontrollieren, also notfalls seine Pläne auch einbremsen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.