Mi, 15. August 2018

krone.at-Livetalk

25.11.2016 12:28

VdB würde Strache unter Umständen angeloben

Das Rennen um die Hofburg biegt in die Zielgerade, in gut einer Woche findet die Wiederholung der Bundespräsidenten-Stichwahl statt. Am Freitag stellte sich Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen den Fragen von Moderator Gerhard Koller im krone.at-Newsroom. Dabei überraschte er mit der Ansage, dass er FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache durchaus als nächsten Bundeskanzler angeloben würde - wenn sich dieser zu einem proeuropäischen Kurs bekennt. Das komplette Gespräch sehen Sie im Video oben!

"Mir geht's um eine klare proeuropäische Haltung der nächsten Bundesregierung, weil ich überzeugt bin, dass es hier um Hunderttausende von Arbeitsplätzen in Österreich geht. Die europäische Integration hat uns in den vergangenen 20 Jahren am Arbeitsmarkt enorm geholfen. Und das soll man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen", erklärte der Präsidentschaftskandidat seine Haltung.

Auf Nachfrage von Koller ließ sich Van der Bellen herauslocken, dass er mit einem klaren Bekenntnis zu einem proeuropäischen Kurs auch den Chef der FPÖ als Kanzler einer künftigen Regierung angeloben würde. "Kommt drauf an", verwies ein nachdenklicher Van der Bellen zuallererst aber einmal auf den Ausgang der nächsten Wahlen.

Klares Bekenntnis zur Europäischen Union
Ansonsten drehte sich das Gespräch um aktuellste Entwicklungen der vergangenen Monate, vom Brexit bis zum Wahlsieg Donald Trumps in den USA. Diesen sieht Van der Bellen nicht unbedingt als "Signal gegen das Establishment". Beim Austritt der Briten aus der EU hätte er sich hingegen klarere Worte des Außenministers über die Wichtigkeit der Europäischen Union gewünscht.

Zudem nahm Van der Bellen zum "anarchistischen Wuttrieb" mancher User in den sozialen Netzwerken Stellung und appellierte, dass es gerade in diesen Zeiten wichtig sei, einander zuzuhören. Diesem Prinzip wolle er sich vor allem auch als Bundespräsident verschreiben.

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