Bahnhöfe sind öffentliche Plätze mit hoher Frequenz. Langfinger haben hier oft leichtes Spiel, zu Beute zu kommen. Um dem, aber auch anderen Zwischenfällen vorzubeugen, haben die ÖBB gemeinsam mit der Polizei am Freitag am Grazer Hauptbahnhof aufgeklärt, wie man sich als Reisender und Passant am besten verhält.
Gleich vorweg: "Die Bahnhöfe in der Steiermark zählen zu den sichersten in Europa", beruhigt Norbert Sucher von der ÖBB-Tochtergesellschaft Mungos Sicher und Sauber. Doch gerade dort, wo viele Menschen aufeinander treffen, gibt es natürlich auch Zwischenfälle, wie Diebstähle: "Daher ist es wichtig, Taschenriemen quer über die Schulter zu tragen und die Tasche mit dem Unterarm an den Körper zu drücken", erklärt Heimo Zenz von der Kriminalprävention des Stadtpolizeikommandos. Außerdem: Beim Ticketziehen sollte man den Koffer oder Rucksack vor dem Körper abstellen, nicht seitlich.
Ab und an passiert es, dass Koffer vergessen oder einfach am Bahnhof abgestellt werden. Es folgt ein mühsamer Prozess, Sucher: "Wir müssen zuerst eruieren, ob es sich tatsächlich um einen herrenlosen Gegenstand handelt. Ist das der Fall, wird der Bereich abgesperrt." Dann kommt die Polizei ins Spiel: "Eine Streife überprüft das fragwürdige Teil. Erhärtet sich der Verdacht, wird der Sperrkreis vergrößert und ein Sprengstoffkundiger mit Hund angefordert", erklärt der frisch gebackene Chefinspektor Erwin Dornhofer der Polizei Hauptbahnhof. Schließlich muss auch der Entschärfungsdienst anrücken. Ein der Sicherheit wegen notwendiger Prozess, der unangenehme Zugverspätungen zur Folge hat. Meistens völlig unnötig - denn in den meisten Fällen handelt es sich um sorglos abgestellte, entsorgte oder vergessene Gegenstände
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