Bombenterror
Mindestens 28 Tote bei Anschlag in Bagdad
In einer im Internet veröffentlichten Erklärung stellte die Gruppe das Blutbad als Vergeltung für Terroranschläge schiitischer Milizen auf sunnitische Zivilisten und Moscheen dar.
Die Gruppe hatte sich in der Vergangenheit bereits zu ähnlichen Anschlägen bekannt. Die Terrortat am Samstag erwies sich als besonders hinterhältig: unmittelbar vor Ramadan-Beginn hatten sich vor der Tankstelle in Sadr-City eine große Zahl von Menschen angestellt, um sich mit Kochgas für die Festmahle einzudecken, mit denen die Moslems traditionsgemäß nach Sonnenuntergang ihr Fasten beenden.
Mehr Anschläge zu Ramadan befürchtet
Der Ramadan, der den Moslems heiligste Monat, begann am Samstag für die Sunniten und die sunnitischen Kurden im Irak. Die Schiiten, die die Bevölkerungsmehrheit bilden, beginnen mit dem Fasten am Sonntag. Das US-Militär im Irak rechnet im Ramadan mit einer Verstärkung der Aktivitäten von Aufständischen und Terroristen.
Irakischer Terrorchef festgenommen
Die irakische Polizei und US-Truppen nahmen indessen ein hochrangiges Führungsmitglied der sunnitischen Terrororganisation Ansar al-Sunna fest. Muntassir al-Dschiburi und zwei seiner Vertreter seien in Muktadija, 110 Kilometer nordöstlich von Bagdad, gefasst worden, bestätigten die irakischen Behörden am Samstag in Bagdad.
Die hauptsächlich aus islamistischen Kurden bestehende Ansar al-Sunna steht hinter mehreren blutigen Anschlägen im Nordirak, darunter die Selbstmordanschläge auf die Büros der beiden Kurden-Parteien in Erbil im Februar 2004 mit 109 Toten und der auf eine Kantine in einem US-Militärlager in Mossul im Dezember 2004 mit 24 Toten. Sie arbeitet eng mit der Terrororganisation El Kaida im Irak zusammen, deren Führer Abu Mussab al-Sarkawi im Juni von US-Truppen getötet worden war.
Symbolbild
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