Di, 17. Juli 2018

Illegalen-Aufgriffe:

06.10.2016 09:22

Bald wird die 10.000er-Grenze geknackt!

Es ist nur noch eine Frage von Tagen, bis der Rekordwert vom Vorjahr (10.268 Aufgriffe) geknackt wird! Bis dato wurden heuer in Tirol bereits fast 9600 Flüchtlinge ertappt, die illegal über die (offene) Grenze kamen. Tendenz weiter steigend! Um den Massen gerecht zu werden, wurde Mittwoch in Innsbruck eine neue Außenstelle des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl eröffnet.

Die Zahlen steigen von Jahr zu Jahr - und ein Ende ist weiter nicht in Sicht! 2012 etwa verzeichnete die Polizei nur 1925 Aufgriffe von Illegalen, zwei Jahre später dann schon 7106, und im Vorjahr wurde dann mit den 10.268 Fällen noch einmal alles bei weitem übertroffen. Aufgriffe wohlgemerkt! Denn die 42.000 Flüchtlinge, die 2015 von der deutschen Polizei erwischt wurden und nachweislich über den Brenner reisten, sind in dieser Statistik noch gar nicht dabei.

Bis der Rekordwert hinsichtlich Aufgriffe heuer geknackt wird, ist es wohl nur noch eine Frage von Tagen. Denn bis Sonntag landeten bereits 9590 Illegale in den Fängen der heimischen Polizei. Zudem wurden von den deutschen Behörden 4379 Flüchtlinge nach Tirol zurückgewiesen. Für 1155 ging es hingegen direkt zurück nach Italien. 1607 Personen stellten einen Asylantrag.

Bisher 132.069 "Anlandungen" in Italien

Dass der Druck auf Italien steigt, und diesen wohl auch Tirol zu spüren bekommt, zeigt auch die Zahl der Anlandungen an der Küste unseres Nachbarlandes. Bis dato wagten 132.069 Illegale die gefährliche Fahrt übers Mittelmeer - im gesamten Vorjahr waren es 132.552.

Schnellere Asylverfahren

Die Flüchtlingswelle setzt das heimische Rechtssystem unter Druck. Mittwoch wurde in Innsbruck im Beisein von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) eine neue Außenstelle des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl eröffnet, das unter anderem für die Abwicklung von erstinstanzlichen Asylverfahren zuständig ist. Diese sollen in Tirol künftig in zehn Tagen abgewickelt werden. "Wir haben schwierige Aufgaben vor uns, die wir aber lösen können", sagte Sobotka.

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