Mo, 18. Juni 2018

Am Bahnhof in Linz:

24.09.2016 20:58

Taxler ließ Blinden samt Hund stehen!

Wieder Aufregung um Taxilenker, die sich angeblich weigern, Blindenführ-Hunde samt ihrer Herrchen und Frauchen zu kutschieren. Ausgerechnet einem Vorsitzenden des Blindenverbandes war die Fahrt samt Vierbeiner beim Linzer Bahnhof verwehrt worden.  Dieser spricht von unhaltbaren Zuständen und Diskriminierung.

"Leider kommt es häufig auch an fixen Standplätzen  zu solchen unerfreulichen und diskriminierenden Vorfällen", ärgert sich Christian Gutjahr vom  Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ). Als er am Linzer Bahnhof in ein Taxi steigen wollte, wurden ihm und seinem Labrador "Leo" die Fahrt verweigert.  Da sich derartige Vorfälle laut Gutjahr immer wieder ereignen würden, kämpfe man vehement gegen diese Misere. "Es wäre sehr hilfreich,  ein öffentliches Problembewusstsein zu schaffen, um solche Missstände endlich endgültig  abzustellen."
Bekanntlich hatte ein ähnlicher Vorfall ob der Enns vor Monaten für Schlagzeilen  gesorgt. Damals hatte der Obmann des oö. Blindenverbandes geklagt, dass sein Hund viele Berufschauffeure störe. Dabei ist der Transport von Blindenhunden per Richtlinie des Sozialministeriums geregelt: "Menschen mit Behinderung und ihre Assistenzhunde müssen freien Zugang zu allen öffentlichen Orten und Dienstleistungen haben."
Thomas Rosenauer, Leiter der Taxizentrale 6969 in Linz, meint zu dem Thema: "Wir nehmen Blindenhunde auf jeden Fall mit. Zudem werden unsere Fahrer auch per Rundschreiben immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass sie Blindenhunde mitnehmen müssen."

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