Mo, 25. März 2019
17.09.2016 13:35

Anrainer verärgert

Öffentlicher Parkplatz seit Jahren von Pkw belegt

Ein roter Citroën Xsara mit französischem Kennzeichen blockierte bis vor kurzem einen öffentlichen Parkplatz in der Innsbrucker Exlgasse - und das seit zwei Jahren! Die Beamten brachten in dieser Zeit nur eine Radklammer an und verschönerten die Frontscheibe mit Strafzetteln. Nun wurde der Wagen abgeschleppt.

"Seit zwei Jahren spazieren wir an diesem Auto vorbei. Zunächst waren immer wieder Strafzettel an der Scheibe angebracht, dann folgten große Hinweiszettel und im Jänner 2016 kam schließlich die Radklammer hinzu", schildern Anrainer und ergänzen kopfschüttelnd: "Das Kuriose dabei ist: In diesem Zeitraum hat sich der Citroën nicht einen einzigen Zentimeter bewegt." Das heißt, dass der Fahrzeughalter nie auf die Verwarnungen reagiert hat. Außerdem ist es naheliegend, dass die zuständigen Beamten wohl nie ernsthaft nach ihm gesucht haben.

"Könnte Drogenversteck sein"

Den Anrainern macht vor allem die Ungewissheit in Bezug auf den Fahrzeugbesitzer zu schaffen. "Das Auto könnte etwa als Drogenversteck dienen oder gar für terroristische Zwecke verwendet werden - in der heutigen Zeit absolut plausibel", verdeutlichen die Bewohner. Auch ärgern sie sich über die Tatsache, dass jahrelang nichts passiert ist: "Würde es sich hingegen um das Auto eines Einheimischen handeln, wäre es schon längst abgeschleppt worden."

Plötzlich ging es schnell

Vor wenigen Tagen haben sich die Anrainer dann an die "Krone" gewandt. Auf Anfrage beim Amt für Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen der Stadt Innsbruck meldete sich Thomas Koland zu Wort: "Wir dürfen ein Fahrzeug nur entfernen lassen, wenn zuvor von der Polizei das Kennzeichen abmontiert wurde. In diesem Fall ist das leider nicht passiert und somit waren uns die Hände gebunden." Zumindest bis jetzt, denn: Nur wenige Tage nach dem Gespräch hat die Polizeiinspektion Flughafen plötzlich ganz schnell das französische Kennzeichen abgenommen. Das Stadtmagistrat war es dann, das den roten Citroën durch die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) abschleppen ließ. "Er steht im Zentralbauhof. Der Besitzer kann den Wagen gegen die Begleichung der angefallenen Gebühren abholen", sagt Koland.

Details nicht bekannt

Doch ob er dies auch tatsächlich noch machen wird, zweifelt er an: "Soweit ich weiß, hat der Fahrzeughalter so einiges auf dem Kerbholz. Das ist allerdings Sache der Polizei." Nur die hält sich bisher sehr bedeckt

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