Sa, 23. März 2019
02.09.2016 15:18

17 Frauen befreit

Große Razzia im Kärntner Rotlichtmilieu

Schlag gegen Menschenhändler: In einer stundenlangen landesweiten Razzia wurden in der Nacht auf Freitag von der Kärntner Kripo sieben Bordelle und 26 Wohnungen, in denen Prostituierte gemeldet sind, kontrolliert. Dabei konnten 17 Frauen aus China und Rumänien aus den Fängen ihrer Peiniger befreit werden.

"Insgesamt wurden 158 legale Sexdienstleisterinnen und 82 Kontaktpersonen kontrolliert", sagt der Leiter des Landeskriminalamtes, Oberst Gottlieb Türk: "Dabei konnten 17 potenziell betroffene Opfer von Menschenhändlern identifiziert werden. Sie kommen aus China und Rumänien."

Das Ziel dieser Aktion, die in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt erfolgte, war jedoch nicht nur die Identifizierung von Opfern des Menschenhandels, die sexuell ausgebeutet werden, sondern auch die Ausforschung von internationalen Gruppierungen und Netzwerken, die hinter den Straftaten stecken. Die Ermittler erhielten auch Hinweise zum Aufenthaltsort eines international gesuchten Drahtziehers, der bald verhaftet werden soll.

Türk: "Außerdem wurden drei weitere Personen ausfindig gemacht, die zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben waren, und eine geringe Menge Suchtmittel sichergestellt." Ein Bordell wurde zudem nach dem Kärntner Prostitutionsgesetz beanstandet, da eine Genehmigung fehlte

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