Mi, 20. März 2019
01.09.2016 23:15

Schwarzverkauf

Steuerrazzia bei Jausenzusteller

Schon mehrmals haben sich Kärntner Kleinstunternehmer über die Unerbittlichkeit von Steuerfahndern und Finanzpolizei beschwert. Einen Jausenzusteller hat es nun besonders arg erwischt: Observation, Hausdurchsuchung und 70.000 Euro Strafe, weil er bei einem Handelsriesen ohne Rechnung eingekauft hatte.

"Wir wurden wie Verbrecher behandelt", beklagt sich das Ehepaar, das seit 20 Jahren einen Jausenzustelldienst betreibt. Bisher gab es keine Probleme - jetzt aber droht die Pleite, denn nach einer Betriebsprüfung fordert der Staat 70.000 Euro!

Grund dafür ist, dass tatsächlich einige Schinkensemmerln schwarz verkauft worden sind. Das hat man auch zugegeben. Doch mit Hilfe einer speziellen Software wurden die Kassenscanner des Handelsriesen überprüft, wo auch bar - also ohne Firmennummer - einkauft wurde. So hat die Finanz für den Semmellieferanten eine extrem hohe "Schwarzverkaufsrate" errechnet und ist dementsprechend unerbittlich. "Der erklärte Umsatz und die Kundenfrequenz der Lokalität müssen auf Plausibilität überprüft werden. Stehen erklärter Umsatz und Besucherfrequenz in keiner Relation, führt dies eben zu einer genaueren Prüfung", erklärt Johannes Pasquali vom Finanzministerium allgemein, wann mit einem derart hohen Aufwand - IT-Spezialisten, Beamte für Hausdurchsuchung und Observation - vorgegangen wird.

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