Di, 21. August 2018

Signale verordnet

21.08.2016 18:19

Badegäste klagen über Schiffssirenen

Die Beschwerden über laute Schiffssirenen häufen sich. Nicht nur am Ossiacher See ärgern sich Urlauber und Einheimische über deren Lautstärke. Auch am Wörther- und Millstätter See leidet man offenbar unter dem Sirenen-Terror. Der ist aber seit einem tödlichen Badeunfall von der Behörde vorgeschrieben.

"Das ist auch für Passagiere auf dem Schiff irrsinnig laut!", sagt der Eigentümer der Wörthersee-Schifffahrt, Martin Ramusch: "Aber es ist nun einmal Gesetz. Was sollen wir tun?" Auch die Lautstärke sei vorgeschrieben. "Wir werden ja kontrolliert und dürften sie gar nicht drosseln." Wenn Schiffe rückwärtsfahren müssen, seien sogar drei Signale abzugeben.

Anrainer im Bereich von Landestegen haben aber noch ein zweites Problem: "Die Motoren der Schiffe laufen, während Passagiere ein- und aussteigen. Das ist nicht nur laut; das verpestet auch die Luft!" Beschwerden seien bereits an Schifffahrtsgesellschaften und das Land gegangen.

Ramusch: "Dagegen kann man gar nichts tun. Der Motor sorgt für den Strom an Bord. Ohne den würden nicht nur Licht, Kaffeemaschine und Toilette ausfallen - er ist auch unerlässlich für Sicherheitseinrichtungen." Wie etwa Echolot und Radar. Von der Brücke aus seien Schwimmer nicht auszumachen. Leute, die tauchen, schon gar nicht. Ramusch: "Echolot und Radar können sie aber anzeigen. Zudem haben die Schiffe seitlich und hinten Kameras. Und diese funktionieren ebenfalls nur mit Strom."

Beschwerden bei Land oder Gemeinde würden in diesem Fall nichts nützen.

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