Mi, 22. Mai 2019
07.08.2016 15:52

"Unser Soldat"

IS bekennt sich zu Machetenangriff in Belgien

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich zur Machetenattacke auf zwei Polizistinnen in Belgien bekannt. Der Täter sei einer ihrer "Soldaten" gewesen, teilte die Terrormiliz am Sonntag über ihr Sprachrohr, die Agentur Amak, mit. Bei dem Anschlag in Charleroi waren am Samstag zwei Polizistinnen verletzt worden.

Der Angreifer wurde niedergeschossen und starb im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft identifizierte ihn als einen 33 Jahre alten Algerier, der seit 2012 in Belgien lebte. Der Mann war zwar der Polizei bekannt, allerdings nicht wegen terroristischer Aktivitäten. Bereits am Samstagabend hatte Belgiens Premier Charles Michel den Verdacht geäußert, die Tat habe "vermutlich einen terroristischen Hintergrund".

Attentäter erliegt im Spital Schussverletzungen
Der Angriff hatte sich vor einer Polizeistation in der etwa 50 Kilometer südlich von Brüssel gelegenen 200.000-Einwohner-Stadt Charleroi ereignet. Der Attentäter wurde vom Schuss eines Polizisten verletzt. "Individuum getroffen, aber am Leben", hieß es deshalb zunächst von der Polizei. Der 33-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen Verletzungen erlag.

Eine der beiden Polizistinnen erlitt schwere Verletzungen im Gesicht. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden, Lebensgefahr bestehe nicht. Die zweite Beamtin sei leichter verletzt worden, hieß es von den Ermittlern.

Erhöhte Alarmbereitschaft seit Brüsseler Anschlägen
In Belgien sind die Sicherheitskräfte seit den Brüsseler Anschlägen im März in erhöhter Alarmbereitschaft. Damals töteten Islamisten am Flughafen und in der U-Bahn mehr als 30 Menschen. Auch die Spur der Attentäter von Paris, wo im November 130 Menschen getötet wurden, führte nach Belgien.

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