Mi, 17. Oktober 2018

In Afghanistan

21.07.2016 19:24

Familienfehde: Schwangere (14) lebendig verbrannt

Ein brutaler Mord beschäftigt derzeit die Behörden in Afghanistan: Ein 14-jähriges schwangeres Mädchen ist bei lebendigem Leib verbrannt worden! Sie wurde Opfer einer blutigen Familienfehde und musste einen Fehler ihres Vaters mit dem Leben bezahlen.

Der Vorfall sei vor einigen Tagen in der zentralafghanischen Provinz Ghor geschehen, sagte der Polizeichef von Ghor, Mustafa Andarabi, bereits am Montag.

Vater heiratete ohne Erlaubnis
Der Vater der 14-jährigen Zahra hatte nach Informationen des afghanischen Nachrichtensenders Tolo News ohne Erlaubnis der Familie vor zwei Jahren eine Cousine des späteren Ehemanns des Mädchens geheiratet. Als Bezahlung für die nicht erlaubte Heirat übergab der Vater seine Tochter an die Familie seiner Braut. "Bad Dadan" heißt eine afghanische Tradition, nach der Mädchen und Frauen den Preis für Auseinandersetzungen unter ihren Familien zahlen müssen.

14-Jährige wurde gefoltert
Die 14-Jährige wurde von der Familie über einen langen Zeitraum hinweg schikaniert und gefoltert. Bewohner und Justiz interessierten sich nicht für das Schicksal des Mädchens. Eine Senatorin aus Ghor, Rukia Naiel, sagte, das Mädchen sei bereits mit zwölf Jahren verheiratet worden.

Vergangene Woche wurde das mittlerweile schwangere Mädchen dann bei lebendigem Leib verbrannt, dabei verlor Zahra auch das Baby. Obwohl ihr Fleisch teilweise bis auf die Knochen verbrannt war, versuchten die Ärzte in Kabul noch, ihr Leben zu retten - vergeblich.

Den Angaben des Polizeichefs von Ghor wurde der Vater des Mädchens verhaftet, Zahras Ehemann sei auf der Flucht.

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