Zurechnungsfähig?

¿Das war ein geplanter Mord!¿

Oberösterreich
05.09.2006 19:06
Zurechnungsunfähig? Noch ehe das dritte Gutachten über die Linzer U-Gefangene Romana Miny (42) vorliegt, die ihre Tochter (21) geköpft, verbrannt und versenkt haben soll, spricht der Linzer Staatsanwalt Dietmar Gutmayer von einem geplanten Mord: „Indizien und Zeugen belegen hinlänglich, dass die Frau an keiner Psychose litt.“

Sie habe als Putzfrau in einem Ärztehaushalt gearbeitet, wo jede krankhafte Veränderung festgestellt worden wäre: Aber Romana Miny wirkte unbekümmert „normal“, sagen Zeugen und Ankläger, obwohl Anwalt Andreas Mauhart meint: „Meine Mandantin wird in ihrem ganzen Umfeld von keinem Menschen als vollkommen normal beschrieben.“

Über Einäscherung erkundigt...
Der Verteidiger hat auch Erklärungen für jede Vorbereitung der Wahnsinnstat: „Auch ich habe Benzinkanister, obwohl ich niemanden verbrennen will.“ Dass sich Romana Miny vor der Tat über Einäscherungen erkundigt hat, sei auf einen Todesfall im Bekanntenkreis zurückzuführen. Und bei der Post und Polizei habe die Mutter das Verschwinden ihrer Tochter nur deshalb rechtzeitig getarnt, weil Sandra wirklich eine Reise plante.

„Wenn keine Todesursache feststeht, kann der Staatsanwalt nur ein Ratespiel anklagen“, meint Mauhart. Doch für Gutmayer ist der Fall klar: Weil es am Tatort keine Blutspur gab, müsse das Mädchen erwürgt worden sein. Dann habe die Mutter eine frisch gesetzte Thuje umgeschnitten, damit sie mit dem Auto bis zur Tür der Hütte fahren konnte, um die Leiche unbeobachtet einladen und wegbringen zu können. Allein? „Die Frau ist kräftig, konnte auch ihre 60 Kilo schweren Gasflaschen schleppen“, weiß ein Polizist.

 

 

Foto: SID

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