Bis drei Grad mehr

Hitzetote und Dürre durch Klimawandel

Oberösterreich
05.09.2006 19:00
Ein Drittel mehr Tage über 30 Grad und dadurch um 15 Prozent mehr Hitzetote: So alarmierende Prognosen ergeben sich aus Berechnungen, die Klimaforscher beim derzeit tagenden Umweltkongress in Bad Ischl vorlegten. Durch den Klimawandel wird Oberösterreich im Jahresschnitt um zwei bis drei Grad wärmer.

Innerhalb der nächsten 30 bis 50 Jahre rechnet Uni-Professorin Helga Kromp-Kolb, die an der Bodenkultur in Wien Meteorologie lehrt, mit einer Zunahme der Hitzetage in Oberösterreich auf 45 pro Jahr. Mediziner rechneten die Folgen hoch: 15 Prozent mehr hitzebedingte Todesfälle! Zunehmen werden auch Allergie-Erkrankungen durch südliche Tier- und Pflanzenarten, die sich hierzulande ausbreiten.

Für die Land- und Forstwirtschaft bedeutet der Klimawandel trockenere Böden mit weniger Ertrag und eine drastische Zunahme der Forstschädlinge. Mit dem Wintertourismus ist es vorbei: „Weniger Schnee, der kürzer liegen bleibt“, so Kromp-Kolb. Gebiete unterhalb von 2000 Metern werden unattraktiv. 

 

 

 

Foto: Klemens Fellner

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